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Full text of "Zur Geographie und Chronologie des angelsächsischen Wortschatzes, im Anschluß an Bischof Waerferth's Übersetzung der "Dialoge" Gregors"

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Zur Geographie und Chronologie 


des angelsächsischen Wortschatzes, 


im Anschluß an Bischof Waerferth’s Übersetzung 
der „Dialoge‘' Gregors. 


INAUGURAL-DISSERTATION 


ZUR’ 
ERLANGUNG DER DOKTORWÜRDE 
GENEHMIGT 


VON DER PHILOSOPHISCHEN FAKULTÄT 


DER 
FRIEDRICH-WILHELMS-UNIVERSITÄT 
ZU BERLIN 


Von 


Günther Scherer 


aus Berlin-Lichtenberg. 


Tag der Promotion: 22. Mai 1928. 


Referenten: 


Prof. Dr. A. Brandl. 
Prof. Dr. W. Dibelius. 


20 
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Weimar. 
Druck von, G. Uschmann. 


Leipzig. 


Mayer & Müller, G.m.b. H. 
1928. 


Meinen Eltern. 


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Inhalt. 


I. Vorhandene Forschung und weitere Probleme . 
Zeugnisse über Warferth und seinen Bearbeiter 
Einteilung der Denkmäler in beweisende . 

und zu beweisende 
Ags. Wörterbücher 
Kritik des Beweismaterials 
II. Wörter von anglischem Charakter 
III. Wörter von sächsischem Charakter . 
IV. Spät auftauchende Wörter 


V. Gemeinags. Wörter im Aussterben . 


VI. Ergebnisse betreffs Waerferth und seines Bearbeiters 


betreffs anderer Denkmäler 


_ Wörterverzeichnis: lateinisch-angelsächsisch 
angelsächsisch-lateinisch 


Benutzte Literatur . 
Abkürzungen . 


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I. Kapitel. 


Vorhandene Forschung und weitere 


Probleme. 
Jordan hat gezeigt, daß eine Reihe ags. Wörter nur ang- 
lisch war: ‚„Eigentümlichkeiten des angl. Wortschatzes‘, 


Hoops’ Angl. Forsch. XVII, Heidelberg 1906. Es fragt sich 
nun, ob sich etwa noch mehr angl. Wörter finden lassen, die 
den sächs. Denkmälern fremd waren? Ebenso dürfte es Wörter 
gegeben haben, die nur den sächs. Denkmälern eigen waren; 
diese zweite Garnitur von Wörtern wird durch die erste gerade- 
zu logisch gefordert. Endlich kann es neben dem lokalen 
Unterschied auch einen zeitlichen gegeben haben; von man- 
chem Worte wıssen wir bereits, daß es ın der älteren Zeit all- 
gemein und überall häufig war und später verschwand (dar- 
über zuletzt Heinzel, Krit. Entstehungsgesch. d. ags. Inter- 
linearpsalters, Pal. 151, S. 87 £.), oder daß es später in anderer 
Bedeutung erschien, z.B. eorl, urspr. ‘freier Mann’; später, 
unter skand. Einfluß, ‘Herzog’. 

Gelänge es, diese Wortklassen deutlicher zu sondern, so 
würden wir auch ein wertvolles Kriterium gewinnen, um den 
Ort und die Zeit der Entstehung für viele noch undatierte 
Denkmäler festzustellen — ein verläßlicheres Kriterium als 
die Lautformen, die ein späterer Abschreiber leicht verwischen 
konnte und tatsächlich oft verwischt hat (vgl. Heinzel, 
S.6#f.) 

Den ganzen ags. Wortschatz auf einen Schlag daraufhin 
zu durchsuchen, hätte sehr weit geführt. Für den Anfang 
ging ich aus methodischen Gründen von einem Denkmal aus, 
worin von vornherein zweierlei Wortgarnituren auffällig 
nebeneinander stehen, in älterer und jüngerer Fassung, näm- 
lich von Bischof Weerferths Übersetzung der „Dialoge Gre- 
gors“‘, hsg. von Hans Hecht (Bibl.d.ags. Prosa V). 


Scherer, Ags. Wortgeographie. 1 


I. Kapitel. 


Vorhandene Forschung und weitere 
Probleme. 


Jordan hat gezeigt, daß eine Reihe ags. Wörter nur ang- 
lich war: „Eigentümlichkeiten des angl. Wortschatzes‘‘, 
Hoops’ Angl. Forsch. XVII, Heidelberg 1906. Es fragt sich 
nun, ob sich etwa noch mehr angl. Wörter finden lassen, die 
den sächs. Denkmälern fremd waren? Ebenso dürfte es Wörter 
gegeben haben, die nur den sächs. Denkmälern eigen waren ; 
diese zweite Garnitur von Wörtern wird durch die erste gerade- 
zu logisch gefordert. Endlich kann es neben dem lokalen 
Unterschied auch einen zeitlichen gegeben haben ; von man- 
chem Worte wissen wır bereits, daß es ın der älteren Zeit all- 
gemein und überall häufig war und später verschwand (dar- 
über zuletzt Heinzel, Krit. Entstehungsgesch. d. ags. Inter- 
linearpsalters, Pal. 151, S. 87 £.), oder daß es später in anderer 
Bedeutung erschien, z.B. eorl, urspr. ‘freier Mann’; später, 
unter skand. Einfluß, be 

Fe = d Wort!’ sen deutlicher zu sondern, so 
würden wir Titerium gewinnen, um den 
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I. Kapitel. 


Vorhandene Forschung und weitere 
Probleme. 


Jordan hat gezeigt, daß eine Reihe ags. Wörter nur ang- 
lisch war: ‚‚Eigentümlichkeiten des angl. Wortschatzes‘, 
Hoops’ Angl. Forsch. XVII, Heidelberg 1906. Es fragt sich 
nun, ob sich etwa noch mehr angl. Wörter finden lassen, die 
den sächs. Denkmälern fremd waren? Ebenso dürfte es Wörter 
gegeben haben, die nur den sächs. Denkmälern eigen waren; 
diese zweite Garnitur von Wörtern wird durch die erste gerade- 
zu logisch gefordert. Endlich kann es neben dem lokalen 
Unterschied auch einen zeitlichen gegeben haben; von man- 
chem Worte wissen wır bereits, daß es in der älteren Zeit all- 
gemein und überall häufig war und später verschwand (dar- 
über zuletzt Heinzel, Krit. Entstehungsgesch. d. ags. Inter- 
linearpsalters, Pal. 151, S. 87 £.), oder daß es später in anderer 
Bedeutung erschien, z. B. eorl, urspr. ‘freier Mann’; später, 
unter skand. Einfluß, ‘Herzog’. 

Gelänge es, diese Wortklassen deutlicher zu sondern, so 
würden wir auch ein wertvolles Kriterium gewinnen, um den 
Ort und die Zeit der Entstehung für viele noch undatierte 
Denkmäler festzustellen — ein verläßlicheres Kriterium als 
die Lautformen, die ein späterer Abschreiber leicht verwischen 
konnte und tatsächlich oft verwischt hat (vgl. Heinzel, 
S.6ff.). | 

Den ganzen ags. Wortschatz auf einen Schlag daraufhin 
zu durchsuchen, hätte sehr weit geführt. Für den Anfang 
ging ich aus methodischen Gründen von einem Denkmal aus, 
worin von vornherein zweierlei Wortgarnituren auffällig 
nebeneinander stehen, in älterer und jüngerer Fassung, näm- 
lich von Bischof Weerferths Übersetzung der „Dialoge Gre- 
gors“‘, hsg. von Hans Hecht (Bibl.d.ags. Prosa V). 


Scherer, Ags. Wortgeographie. 1 


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Hecht hat in seiner Einleitung bewiesen, daß das Denkmal 
in der älteren Fassung, Hs. C.C.C0.C.322, aus der ersten 
Hälfte des 11. Jh., zitiert als WfO, tatsächlich von Weerferth 
ist. Über dessen Herkunft und Schulort sind wir nicht ganz 
sicher unterrichtet; denn obwohl er Bischof von Worcester 
war, also einer sächs. Diözese (vgl. Brandl, Zur Geographie 
der ags. Dialekte, S. 42), kann er doch anderswo geboren und 
erzogen sein. Florence von Worcester, der um 1100 schrieb, 
nennt ıhn „nutritus‘‘ von Worcester (Ausg. der Rolls Ser. 
S.312); welche Quelle er für diese Angabe hatte, können wir 
nicht ersehen ; möglicherweise hat er eine lokale Überlieferung 
gekannt, vielleicht aber auch nur zum Ruhme seines Klosters 
eine wahrscheinliche Annahme niedergeschrieben. Klarer 
spricht sich Asser, König Alfreds Biograph, aus zu einer Zeit, 
als Weerferth noch lebte. Asser (hsg. Stevenson, Kap. 77) be- 
richtet, Wierferth sei mit drei andern, Plegmund, Epelstan 
und Werwulf, durch König Alfred „de Aercia advocatus‘. 
Aber nur die drei andern bezeichnet er als „Mercium genere‘“. 
Aus diesen Zeugnissen des Florence und Asser zusammen könnte 
man schließen, Wirferth habe auf sächs. Boden seine Kınd- 
heit verlebt, sei dann nach Anglien gebracht und erst später 
als Bischof durch Alfred wieder ın das Sächsische zurück- 
berufen worden. Es steht danach zu erwarten, daß er, wenig- 
stens in beträchtlichem Grade, anglischen Wortvorrat besaß. 

Über den Autor der jüngeren Fassung der Dialoge (Hs. 
Hatt. 76, Oxford, erste Hälfte des 11. Jh.,—= WfB) wissen wir 
aus äußeren Quellen gar nichts. Seine Behandlung des Textes 
zeigt eine große \Menge Abweichungen, geradezu eine Um- 
redaktion. | 

Die Gründe, aus denen W£B änderte, sind bereits als melır- 
fache erkannt. | 

Plummer (Life and Times of Alfred, S.145) hat zuerst 
darauf hingewiesen, daß WEB dem lateinischen Original näher 
steht als W£fO. Der Bearbeiter streicht Zusätze, die WfO 
hatte; Hecht hat die Belegstellen in seiner Einleitung (S. 131) 
zusammengestellt. Weiter vermutet Plummer, daß die Unter- 
schiede der beiden Hss. auf verschiedenen Lateinfassungen be- 
ruhen. Er gibt drei Beispiele, bei denen er Textvarianten er- 


En 


schließt: otio-ostio, cum alis-alüis, modesta-molesta. Die neue 
Ausgabe des lat. Textes durch Umberto Moricca (in den Fonti 
per la Storia d’Italia, Bd. 57, 1924) mit Variantenverzeichnis 
ermöglicht eine Nachprüfung. Es zeigt sich, daß es bei ost?o 
und modesta keine Varianten gibt, wohl aber bei dem dritten 
Beispiel: mid oprum (C 89 50), mid fiderum (H), lat. cum 
alis (S. 69 ,), cum alüs (Hss. A,C,V ,, 9, 3, a)- Es gibt noch 
mehr solcher Fälle, z.B. bregde (C 73,5), gedrehte (H), lat. 
adtereret (8.59 2), adierreret (V ,). Plummers Vermutung, 
obwohl ansprechend, ist aber schwerlich von großer Be- 
deutung; denn die Wortdifferenzen, die auf diese Weise zu 
erklären sind, begegnen selten. 

Wichtiger ist Plummers dritte Feststellung, daß nämlich 
der Bearbeiter Übersetzungsfehler verbessert hat. Hecht gibt, 
S. 99 £f., eine Liste dieser Korrekturen. 

WEB beseitigt aber nicht nur direkte Fehler, sondern führt 
verschiedentlich genauere, schärfere Übersetzungen der lat. 
Ausdrücke ein, z. B. lat. succurere, gehelan (C 313), gehelpan 
(H); lat. prelum, byden (C 50 ;), eletredda (H) ; lat. mittere, 
wendan (C 37 ,), sendan (H); lat. invenire, ongitan (C 74 ı9), 
onfinden (H) u.a. | 

Weitere Textunterschiede hat dann Brandl (Ags. Lit. 
Gesch., S. 1064) stilistisch erklärt; der Bearbeiter ersetzte 
Doppelausdrücke durch einfache (Beispiele bei Hecht, Einltg. 
S.134 und 181), sowie poetische und anglische Wörter durch 
gemeinags. oder spätags. Hierzu fügte Hecht noch den Ersatz 
veralteter Wörter. Er stellte (Einltg. S. 182) die poetischen, 
veralteten und anglischen Wörter zusammen. 

Zum Schluß bleibt noch eine weitere Klasse von Wort- 
veränderungen übrig: der Ersatz eines Wortes durch ein 
Synonym, auf den schon Plummer hingewiesen hat. Der 
Grund dafür scheint mir wieder engere Anlehnung an das 
Lateinische zu sein; der Bearbeiter bemühte sıch, für ein lat. 
Wort ein möglichst bestimmtes ags. Wort und immer dasselbe 
zu gebrauchen, z.B. lat. studium, teolung (C 26 20), gJeorn- 
fulnes (C 3333), ongin (C 95 5), aber bigeng überall in H; lat. 
disponere, geteohhian (C 54 5,), geendebyrdan (C 146 57), 97- 
dihtnian (H); blinnan = cessare (C 27 ,), geswican (H), = 

1* 


Er 


finiri (C 140 ,,), geendian (H). Damit mag es zusammen- 
hängen, daß der Überarbeiter Wörter mit mehreren Bedeu- 
tungen vermied, z.B. glig, ‘joy’ oder *music’ (C 62 13), sweg 
(H); pbearf, ‘need’, ‘profit’, ‘distress’ (C 79,), neod (H); 
ceape, ‘cattle’, “pretium’ (C 83,), weorde (H); feorh, ‘vita’, 
‘anima’ (C 136 ,), sawol (H). 

Meine Aufgabe wird es nun sein, die Differenzwörter auf 
ihre geographischen und chronologischen Beschränkungen hin 
zu untersuchen. Die Zusammenstellung der Wortabweichungen 
bei Hecht (Einltg. S.136£f.) ist mir dabei eine große Hilfe 
gewesen. Zwar verfolgt man oft eine Reihe Wörter durch die 
Wörterbücher, ohne eine örtliche oder zeitliche Abstufung zu 
finden; aber manchmal dürfte sich eine solche doch als evident 
herausstellen. | 

Hierzu mußte ıch allerdings die ganze ags. Literatur, so- 
weit sie erhalten und bisher gedruckt ist, in zwei Klassen zer- 
legen: in B(e)w(eisende)D(enkmäler), die schon anderswie 
datiert und lokalisiert sind, und in Z(u)b(eweisende)D., auf 
die dann unser Kriterium anzuwenden ist. 

Von den BwD. dürfte die Poesie der älteren Periode 
(bis 960) in der allgemeinen Masse als anglisch anzusprechen 
sein. Der Nordhumbrer Oadmon (ca. 660/80 in Whitby) wird 
von Beda (Hist. Eecl. IV 24) nicht bloß für sich selbst als 
Dichter, sondern auch als Begründer einer Schule beschrieben, 
die man naturnotwendig als altanglisch betrachten muß. Das 
wird noch erhärtet durch das ‚Kreuz von Ruthwell’‘, dıe 
nordh. Form des in früher Kopie erhaltenen Rätsels 36 und 
durch den merc. Lokalcharakter der Guthlac-Legende. — Was 
von ags. Versliteratur aus dieser Zeit in kent. Form überliefert 
ist, der „Kent. Psalm‘ und der „Kent. Hymnus‘, mag kent. 
Herkunft sein. — Aber sächsischer Ursprung ist für kein 
Versdenkmal dieser Zeit sicher erweisbar. 

Dagegen ist unter den jüngeren Versdenkmälern 
wahrscheinlich sächs. das Byrhtnoß-Gedicht; es handelt von 
einer Schlacht in Essex (Maldon, 991), und die südlich da- 
von liegenden Klöster waren es, die am meisten Interesse 
daran hatten, durch eine solche Diehtung zum Widerstand 
gegen die von Norden eindringenden Wikinger aufzufordern. 


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—- An spätangl. Versdenkmälern besitzen wir die ‚Judith‘, 
wenn anders bei der Heldin an ‚Epelflaed, die Tochter Alfreds, 
912-918 alleinige Beherrscherin der Mercier, zu denken ist, 
und aus dem Ende der ags. Zeit die „Beschreibung von Dur- 
ham‘, die von einem Kenner des Ortes herrührt. 

Von der frühags. Prosa sind angl. die Übersetzungen 
der Evangelien aus Lindisfarne und Rushworth und das 
Rituale von Durham. Daß diese Textliteratur noch in sehr 
frühe Zeit fällt, hat jüngstens G. Weber mit neuen Gründen 
gestützt | ,,‚Sproßvokal vor r, I, m ım Ags.“, Pal.154; vgl. 
auch Edw. Schröder, Stud. z. d. dtsch. Münznamen, ZfvglSpr. 
48 .,1ı ff., und Heidemann, Die Flexion des verb. substant. im 
Ags., Archiv 147 „f£f.]. Altangl. ist auch die Psalterüber- 
setzung, die älteste erhaltene Fassung, ‚‚Vespasianischer Psal- 
ter‘ genannt; die späteren Fassungen sind allerdings immer 
mehr geändert worden (s. Heinzel), so daß diese für meine 
Forschungen nicht mehr verwendbar sind. Das Martyrologium 
behandelt fast nur angl. Lokalheilige (vgl. Einleitung von 
Herzfeld, EETS 116), ist also ebenfalls anglısch. Gleiches 
gilt von Chad, der Legende des mercischen Lokalheiligen, 
1672; ‘Chad’ enthält wie Li usw. merkwürdig alte Formen 
(Napier, Anglia X 131). — Alfreds Übersetzungen sind alle 
für das Sächs. zu beanspruchen, ausgenommen dıe des Deda 
(hsg. Miller, EETS 95 £f., und Schipper, Bibl. d. ags. Prosa 
IV), die man bereits wegen ihrer abweichenden Wortwahl als 
angl. erkannt hat (Kläber, Anglia XXV 257 ff. und XXVU 
243 ff.). 

Diespätangl. Prosa ist nicht so reich vertreten. Der 
ganze Zustand der angl. Gebiete, in denen ja die Klöster durch 
die heidnischen Eindringlinge zerstört worden waren, schloß 
die Vorbedingungen einer ausgiebigen Lokalliteratur nach 868 
aus. Der Prosa-Gruthlac ıst hier zu nennen (Hs. des 11. Jh. 
ohne Altertümlichkeiten, ed. Gonser, Hoops Angl. Forsch. 
XXVNH), dann das Nordhumbr. Priestergesetz 1028-1060, in 
und für York entstanden (Liebermann, Gesetze der Ags., III 
221 „), das Judieium Dei (Liebm. III 238) und schließlich He. 
E der ags. Chronik von 1122 bis 1154 (Plummer, Two of the 
Sax. Chronicles, Einltg. S. XLVIf£f.). Außerdem besitzen wır 


zen 6 
drei nordh. Urkk. aus der Zeit um 1100 (hsg. Liebm., Archiv 
CXT, mit sprachlichen Anmerkungen von Brandl). 

Die sächs. Prosa der Zeit vor 900 hat ausgeprägte 
lokale Vertreter in den Gesetzen von Ine (2. Hälfte des 7. Jh.) 
und deren Erneuerer Alfred, sowie Alfreds eigenen Werken. 
Fast alle Urkk., soweit sie nicht zugunsten von Kentern auf- 
gesetzt wurden [vgl. Kügler, ie und seine Parallel- 
formen’ |, dazu die Urkundenbücher von Winchester (vgl. 
Williams, Anglia XXV 393) und Abingdon (Langer, Zur 
Sprache des A. Chartular) gehören hierher ; aus der Zeit um 
1000 auch die Werke von A£pelwold und Alfrie (Afe.), 
Byrhtferth (1011, Priester in Dorchester ; hsg. Kluge, Anglia 
VIIL 298 £f.), die Legende vom sächs. (Glastonbury) Lokal- 
heiligen St. Neot und die ws. Evangelien. 

Die kent. Prosa ist gut erhalten in den Gesetzen von 
Arpelbirht (Abt.), T 616, von Hlothaere, 673-685, und Eadric, 
685-86, Wihtraed, 7 726, und dem Gesetze Griö (Liebm. III 
264,); außer ihnen sind viele Einzelurkk. und ganze Ur- 
kundenbücher von Kentern geschrieben (vgl. Kügler ; Görne- 
mann, Zur Sprache des Textus Roffensis; 'Taxweiler, Ags. 
Urkundenb. mit kent. Lokalcharakter). 

Die übrigen ags. Denkmäler betrachte ich als Z(u) 

(eweisende) D(enkmäler). Zu ihnen gehört außer Weerferth 
zunächst Wulfstan. Über seine Herkunft wissen wir nichts; 
über sein Leben finden wir zwei kurze Bemerkungen bei 
Florence von Worcester (S. 370), nämlich, daß er 1003 als 
Nachfolger Ealdwulfs Bischof von York und Worcester wurde 
und 1023 starb. War er auch gebürtig aus Worcester, d.h. aus 
sächs. Gebiet, oder aus York, aus angl. Gebiet? Die uniforme 
spätws. Schreibung gibt uns hierüber keine Auskunft. Viel- 
leicht ist durch die Untersuchung der Wortwahl Aufklärung 
zu erhoffen. 

Ohne Namen sind poetische Denkmäler überliefert, die 
nach Ausweis der Metrik in die Zeit nach Alfred fallen, als 
die Hochburgen der altangl. Kultur schon in Trümmern lagen. 
Dazu gehören von größeren Werken besonders ‚Salomon und 
Saturn“, der „Pariser Psalter“ ; auch die „Metra des Boethius‘‘, 
obwohl hier das Argument sehr nahe liegt, aus der Alfredischen 


een 


Herkunft der Prosaübersetzung auf die Herkunft der von ihr 
abhängigen Metra zu schließen. 


Ebenfalls ohne Verfassernamen und Entstehungsort sind 
verschiedene geistliche Prosawerke überliefert, so die „Legend 
of the Holy Rood‘“, das „Evangelium Nicodemi“ und der 
„Pseudo-Matthäus‘. 

Schwierig steht es mit den „Blickling Homilien‘, die ein 
gemischtes Material zu enthalten scheinen, so daß man wohl 
jedes Stück für sich betrachten muß. Max Förster hat bereits 
wahrscheinlich gemacht, daß Nr. 14 angl. Ursprungs ist 
(Archiv 122 g46)- 

Von anderer Prosa sind vor allem die weltlichen Gesetze 
wichtig: sie stammten ohne Zweifel aus dem Mittelpunkt der 
Verwaltung. Hauptstadt ist seit Edgar in ziemlich ständiger 
Weise Winchester. Woher die Beamten stamnıten, die die Ge- 
setze aufsetzten, und wie weit sie auf das Verständnis außerws. 
Kreise etwa Rücksicht nahmen, bleibt unsicher. — Wo die 
geistlichen Gesetze ihr Hauptquartier hatten, läßt sich von 
vornherein nicht ermessen ; Oanterbury, weil Sitz des obersten 
Erzbischofes, kommt in Frage und York, wo Bischof Eegberht 
das lat. Poenitentiale schrieb, aber auch die Hofbischöfe von 
Winchester, wo die Könige wohnten, und von Glastonbury, wo 
sie meist begraben wurden. 


Völlig im Unklaren sind wir betreffs ‚Rectitudines“ und 
dessen Fortsetzung ‚Gerefa‘, die von Dingen allgemein 
agrarischer, und daher provinzialer Art handeln. Liebm. (III 
245) setzt wegen des Fehlens sämtlicher wallisischen, kel- 
tischen, nordhumbrischen, dänischen und kentischen Spuren 
das Denkmal in Wessex oder Süd-Mittel-Mercien an. Das 
Werk ist an sich umfänglich genug, um interessante Verhält- 
nisse des Wortschatzes erwarten zu lassen ; leider sind von den 
Warferth-Wörtern, da sie geistliche Dinge betreffen, nicht 
viele Belege zu erhoffen. 

Betreffs der Annalen ist, abgesehen von dem, was in Hs. 
E ab 1122 steht, nach Maßgabe des Inhalts, der sich ganz 
überwiegend auf die sächs. Grebiete bezieht, und nach Maß- 
gabe der Tendenz, die auf eine amtlich höfische Geschicht- 


Zu. 


schreibung am Hauptsitz der ws. Verwaltung hinausläuft, 
sächs. Ursprung zu erwarten. 

Literarisch merkwürdig sind die Romanübersetzungen ın 
Prosa. der „Brief Alexanders‘‘ (Ep Al) und der „.4pollonius 
von Tyrus“. Die Medizinliteratur nennt an einer einzigen 
Stella einen Verfassernamen: Bald soll das LeceBoc zu ver- 
antworten haben ; aber wo lebte Bald? 

Wie weit die Glossare als einheitliche Denkmäler zu be- 
trachten sind, ist sehr unsicher. Sie sind viel umgeformt und 
auch umgruppiert worden. Großes dürfen wir von ihrer Aus- 
beutung daher nicht erhoffen ; aber es ist so bequem, die Be- 
lege aus ihnen herauszuholen, daß ich sie regelmäßig mit 
angezogen habe. 


Hilfe leisteten mir die neuen ags. Gesamtglossare und 
Spezialwbb., die uns glücklicherweise ziemlich reichlich be- 
schert wurden. Als allgemeine Wbb. dienten mir Greins 
„Sprachschatz“‘ (1861, 21912 durch Holthausen) für die 
Poesie; für die Prosa Bosworth-Tollers ‚„Anglo-Saxon 
Dictionary‘ (21882, durch die Supplementbände von 1908, 
1916 und 1923 sehr bereichert). Obwohl Toller sein riesiges 
Wortmaterial nur auszugsweise verwendet und nicht restlos 
ausbeutet wie Grein sein kleineres poetisches, ist seine Bei- 
spielsammlung doch so ausgiebig, daß ıch bei der Aus- 
arbeitung meiner Listen auf die Heranziehung anderer ags. 
Gesamtwbb. (Leo, Ags. Glossar, Halle 1877; Sweet, The 
Student’s Dictionary of Anglo-Saxon, Oxford, 21911; Hall, 
A coneise Anglo-Saxon Dict., 21916, Cambridge) praktisch 
verzichten konnte. | 
An Spezialwbb. kenne ich: 
für „Elfric die Glossare zu Walter W. Skeat’s Ausgabe der 
„lives of Saints (HmS) und zu Bruno Aßmanns „Aos. 
Homilien und Heiligenleben“ (HmA), beide leider nur für 
Wörter, die bei Grsin nicht verzeichnet sind. Ein Gesamt- 
überblick über Afc’s Wortschatz fehlt ganz. 

für Alfred’s „Boethius“ Walt. Sedgefield, Oxford 1899: 
für die ‚„Soliloquien“ Henry Hargrove, New York 1902 ; für 
die „Cura Pastoralis“ und den „Orosius“ ist P.J. Cosijn’s 


ers, gr: 


„Altws. Grammatik“ (Haag 1883, 1886) ein mühsamer Be- 
helf, da man bei seiner Anordnung nach Stammlauten und 
Flexionen sehr leicht ein Wort übersehen kann. 

für die Hss. A und Eder Annalen Charles Plummer’s Aus- 
gabe (2 Bde., Oxford 1892). 

für de Benediktinerregel (RBen) Arn. Schröer, Kas- 
sel 1888. 

für die Bliekling Homilien R. Morris, London 1874. 

für die ws. Evangelien M.A.Harrıs, Boston 1899. 

für die Gesetze Felix Liebermann, Halle 1906. 

für die Glossen Rich. Wülckers Ausgabe von Jos. Wright’s 
„Anglo-Saxon and Old English Vocabularıies‘‘, London 1884 
(WWYV). 

für den Prosa-Guthlac Ida Geisel, Basel 1915. 

für das Lindisfarne-Evangelium Albert S. Cook, Halla 
1894. 

für das Rituale von Durham Uno Lindelöf, Bonner Beitr. 
IX, 1901. 

für Rushworth, E. Schulte, Bonn 1904. 

für Rushworth, U.Lindelöf, Helsingfors 1897. 

für den Vespasian-Psalter ©. Grimm, Heidelbg., 1906. 

für Wulfstan L.H.Dodd, New York 1908. 


Mit Kritik ist unser Beweismaterial von vornherein zu 
betrachten. Insofern vor Alfred die ganze frühags. Literatur 
vom Epos beherrscht und daher vorwiegend heroisch gehalten 
ist, ist zu erwarten, daß sich dies frühags. auch ın dem Wort- 
schatz der Prosa durch große Lücken fühlbar macht; Aus- 
drücke des gewöhnlichen Lebens dürften da schon wegen des 
allgemeinen Stilgefühls der Zeit nicht viel literarisch ver- 
wendet. worden sein. Andererseits sind ähnlich die Stoffe be- 
schränkt, in denen die geistlichen Autoren, Übersetzer und 
Glossatoren der Zeit vor Alfred sich bewegten; die Legende 
ın Prosa ist noch sehr unreal, das Alte Testament wird nicht 
übersetzt, sondern nur heldenmäßig paraphrasiert, die Predigt 
fehlt gänzlich, die Vocabulare sind fast nur für Studierende 
der lateinischen Dichter bestimmt, medizinische und über- 


2=. 10: 


hasıpt naturwissenschaftliche Literatur, sowie Romane, Ency- 
klopädien und theologische Dialektik gibt es gar nicht. Da- 
gegen entwickeln sich von Alfred abwärts die letzteren Gat- 
tungen ungemein stark, und zwar zugleich mit einer örtlichen 
Verschiebung: durch die Katastrophe von 868ff. wurden 
die anglischen Klöster zerstört und die damit verbundenen 
Schulen aufgelöst, wofür Alfreds Vorrede zur Cura Pastoralis 
ein frappantes, vielleicht allerdings übertriebenes Zeugnis ist. 
Studium und Bildung vermochten sich fast nur dort zu halten, 
wo der heidnische Skandinavier nicht hın gelangte, also im 
Alfreds Reich. Er selbst ist der einzige namhafte Autor seiner 
Periode. Dann setzt mit AEpelwold, dem Übersetzer der Bene- 
diktinerregel und Bischof von Winchester seit 963, eine groß- 
artige Schule der reformierten Benediktiner ein, die sich zu- 
nächst auf die sächs. Klöster beschränkte und dann, sowie 
von Winchester aus neue Klöster auf angl. Gebiet begründet 
wurden (vgl. Brandl S. 1097), ihre Schüler dorthin. sandte. 
Diesem ws. Kreise gehört auch die neue Bibelübersetzung an. 
Es ist naturgemäß, daß diese Klöster des weiteren zu Brenn- 
punkten der medizinisch-naturwissenschaftlichen und enzyklo- 
pädischen Literatur wurden. Byrhtferth schreibt sein „Hand- 
boe‘‘ in Dorchester. Hier ist also eine große Einseitigkeit der 
Literaturpflege festzustellen. So sehr vor Alfred die sächs. 
Zeugnisse selten sind, so ungünstig sind nach Alfred die 
Schaffensverhältnisse für dıe Angeln. 

Einige Beispiele mögen diese Ungleichheit illustrieren. 

ange „angustus‘‘, gewiß ein Wort von allgemeiner Ver- 
wendung, findet sich zuerst nur poetisch-angl.: Beo 1410; 
Gu 970; Cyn. Cri 82, El 712, 921, 1262, Jul 532; Dom 22; 
Gen 356; Exod 58; GnEx 42; Ph 52. — Einmal begegnet 
es dann bei Alfred (Ors 48,,), sonst nirgends in sicheren 
frühws. oder in spätags. Denkmälern. In unsicheren Denk- 
mälern ist es belegt in WfO 174 ,, (gehwaede, WfB); Ps 142; 
Sal 106.-- Danach möchte man annehmen, daß ange ur- 
sprünglich anglisch und dann ım Verlaufe des Ags. gerade 
bei den Angeln fast ausgestorben war. Dennoch muß es bei 
den Angeln weitergelebt haben, denn es taucht im Me. wieder 
auf als Substantiv „sorrow‘‘ bei Orm (11904, 16289, 19804). 


ir A 


Mit solch unterliterarischer Erhaltung ist weit öfter zu 
rechnen. 


mannen ‚„ancilla“, anfangs angl.: Gen 2126, 2258; 
Ve 4x; Ru, 26.5 (beowa, Li Ev); Bd 422,, (Hs. Ca [2. 
Hälfte des 11. Jh. ] hat das Wort nicht mehr). — Dann aber 
bei Afd. in den Gesetzen (Liebm. 25, El 17 u.ö.). — ZbD.: 
W£fO 29,0 (beowene, WIB); PsL 85 ,,; Cp 2106; CleopGl 
(WWV 341 ,).--- Abltg.: drunemaennen. BwD.: Rä 13,.-- 
meremaennen. ZbD.: Cp 1864; CleopGl (WWV 506,,). --- 
Sächsische und späte Belege fehlen gänzlich. Me. aber taucht 
meremznnen als ‚Sirene‘ wieder auf, u. zwar gerade im Süd- 
westen: bei Laz (I 56, 57), bei Trevisa (V 397) und in Ox- 
ford bei Wyeliff (JoshProl 556). Offenbar hatten die Sach- 
sen das Wort unterirdisch festgehalten. 

Prag „Zeit“: Bso 5x; Gu 1168, 1324; Cyn. El 1239, 
Jul 453, 464, Ap 30; Rä 2,, 4a, 55, 82,: An 791, 107, 
1600; Dan 573, 588; Gen 7x; GnEx 38; Ph 68, 160; Sat 
112; Wand 95; Wıd 88; Jud 237; Edm 11; Edw 4; Metr 
4x; Ps 6x; Reim 57; Sal 303. — Danach möchte man es 
für ein poetisches Wort halten. Aber es taucht auf auch im 
Bd (576 ,,), bei Afd. (Bt 111,5), bei WfO (130 ,,), in den 
BIHm (11734, 131,49) und im LaeceBoc (Lehd OH 186 ;., 
284 ,,). — Me. ist es reichlich belegt in Nord und Süd, in 
Vers und Prosa: Alıs 3836; Alex 2046; Ch 13x; Hav 276, 
1215; Hom I 35 (Dominica Prima in Quadragesima); Horn 
336; Laz 128; OaN 260, 478; Orm I 119; Mise 79 (Sinners 
Beware); PolSongs 343; Rich 5062; LyrP 25; Will 462, 
622, 679 u.ö. Es hatte nur in der Mönchsprache des 10. bis 
12. Jh. keine lit. Verwendung gefunden. 


Es gibt auch Wörter, die man für rein spätags. halten 
möchte, wenn nicht ganz vereinzelt, wie durch Zufall, ein- 
mal ein Beleg aus der Zeit vor Alfred sich fände. 


clut „pittacium‘ (ein Fetzen Tuch oder Stück Metall), 
findet sich Op 1585 und Ep 789; dann erst wieder spät: 
BwD.: Afc.HmTh I 424 9, 3, HmS 37,0, Gr (WWV 
328 16 947 97), Voe (WWV 125 ,0)- --- ZbD.: HarlGl (WWV 
206 19). --- Abltg.: geelutod. BwD.: Afe. Jos 9,.- ZbD.: 


ee AR 


W{B 37 ‚; (gehammen, WfO). Das Wort war unheroisch und 
verbarg sich daher in der Frühliteratur. 

clysan „claudere‘“ (nur in Abltg.) begegnet: beclysan. 
BwD.: Cyn.Cri 323; Guthl 104,4; Afe.HmTh I 194,, 
U 166; u.ö., HmS 2334, 306 u.ö., Jos 10,8; Ev Mt 
13 ,, (getydan, Li Ru), Lk 35, (intynan, Li Ru), 13, (ty- 
nan, Li Ru).- ZbD.: Wu 259 z0; PsSpl 30 ,o (belucan, Ve); 
HyS 3,; Nie 636; St. And 34 ,,; HerbApul (Lehd I 154,); 
AldhGl 1149, 3148. -- elysing. BwD.: RBen123,, 26, 
u.ö.; Afe.HmTh 1332 ;0 ‚ 11 80 , u.ö., HmS 4 3,5; , Gr 50 .ı- - 
ZbD.: W£B 110 ,, (WfO keine Entsprechung), 124, (loca 
W{O), HyS 34 ;,; AldhGl 2849, 2 39, ; HptG1l 503,3. -- be- 
clysıng. ZbD.: AldhGl 4x. 

fligan „fugare“ in der Abltg. aflıgan schon in R? 146 ı9 , 
147 49. Weitere Belege für fligan: BwD.: Afc.HmTh Il 
140 38.- ZbD.: EpAl (Nar 16 5); HarlGl (WWV 2441). - - 
afligan: RBen 75,0; Afec.HmTh I 344,5, 606, u.ö., HmS 
2 33, 24 95 u.ö., Gr 28,.- ZbD.: W£B 171, (aflyman, WfO); 
HerbApul (Lehd I 138,, 20850); AldhGl 3886, 50,,; 
KentGl 141; HarlGl (WWV 244 ;,). 

gebedhus ,„oratorium‘, BwD.: Bd.556,; RBen 4x 
u.ö.; Afe.HmTh II 582,, 5843, HnmS 6506, Voe (WWV 
186 8); Ev Mt 21,3, Mk 11,7, L 19,5 (hus gebedes, Li Ru). 
-ZbD. WEB 7239 (eyrce, WfO); Wu 232 3,, 278 12, 303. 

Was haben wir von solch veremzelten Ausnalımen zu 
denken? Wenn es Ausdrücke des gewöhnlichen Lebens sind, 
darf man sie in der heroischen Literatur der älteren Angeln 
nicht erwarten und aus ihrem dortigen Fehlen daher nichts 
schließen. Wenn es aber heroische Wörter sind, wıll ıhr Fehlen 
in der spätags. Literatur wenig bedeuten, besonders, wenn sie 
me. fortleben. Wo aber die Lit.gattung uns nicht zu einer Er- 
klärung hılft, da dürfen wir eben nicht vergessen, daß die 
Mönche nachweislich öfter das Kloster wechselten, besonders 
seit. der Reform der Benediktiner. 

Ganz klare Ergebnisse dürfen wir daher nicht zu häufig 
erwarten. Wo sıe vorkommen, sınd sıe dıe schönsten Früchte 
vieler Bemühungen, von denen der Leser wenig ahnt. 


u. 


Mit solch unterliterarischer Erhaltung ist weit öfter zu 
rechnen. 


mannen „ancilla“, anfangs angl.: Gen 2126, 2258; 
Ve 4x; Ru, 26,5 (Peowa, Li Ev); Bd 422,, (Hs. Oa [2. 
Hälfte des 11. Jh. ] hat das Wort nicht mehr). — Dann aber 
bei Afd. ın den Gesetzen (Liebm.25, El 17 u.ö.). — ZbD.: 
W£fO 29,0 (beowene, WiB); PsL 85,6; Cp 2106; CleopGl 
(WWV 341,).--- Abltg.: drunemannen. BwD.: Rä 13,.-- 
meremgnnen. ZbD.: Cp 1864; CleopGl (WWV 506 ,).--- 
Sächsische und späte Belege fehlen gänzlich. Me. aber taucht 
meremsennen als ‚Sirene‘ wieder auf, u. zwar gerade im Süd- 
westen: bei Laz (I 56, 57), bei Trevisa (V 397) und in Ox- 
ford bei Wycliff (JoshProl 556). Offenbar hatten die Sach- 
sen das Wort unterirdisch festgehalten. 

Prag „Zeit“: Bso 5x; Gu 1168, 1324; Cyn. Ei 1239, 
Jul 453, 464, Ap 30; Rä 2,, 4a, 55, 82,; An 791, 107, 
1600; Dan 573, 588; Gen 7x; GnEx 38; Ph 68, 160; Sat 
112; Wand 95; Wıid 88; Jud 237; Edm 11; Edw 4; Metr 
4x; Ps 6x; Reim 57; Sal 303. — Danach möchte man es 
für ein poetisches Wort halten. Aber es taucht auf auch im 
Bd (576,1), bei Afd. (Bt 111,5), bei WfO (130 ,.), in den 
BIHm (11734, 131,5) und im LaceBoe (Lchd II 186 ;>, 
284 1). — Me. ist es reichlich belegt in Nord und Süd, in 
Vers und Prosa: Alıs 3836; Alex 2046; Ch 13x; Hav 276, 
1215; Hom I 35 (Dominica Prima in Quadragesima); Horn 
336; Lazg 128; OaN 260, 478; Orm I 119; Mise 79 (Sinners 
Beware); PolSongs 343; Rich 5062; LyrP 25; Will 462, 
622, 679 u.ö. Es hatte nur in der Mönchsprache des 10. bis 
12. Jh. keine lit. Verwendung gefunden. 


Es gibt auch Wörter, die man für rein spätags. Kalkan 
möchte, wenn nicht ganz vereinzelt, wie durch Zufall, ein- 
mal ein Beleg aus der Zeit vor Alfred sich fände. 


clut „pittacium‘ (ein Fetzen Tuch oder Stück Metall), 
findet sich Cp 1585 und Ep 789; dann erst wieder spät: 
BwD.: Afc.HmTh I 424,9, 3, HmS 37 0, Gr (WWV 
328 6 947 a7), Voe (WWV 125 10)- --- ZbD.: HarlGl (WWV 
206 2).--- Abltg.: geclutod. BwD.: Afe. Jos 9,.- ZbD.: 


WI{B 37 ,; (gehammen, WfO). Das Wort war unheroisch und 
verbarg sich daher ın der Frühliteratur. 

clysan ‚elaudere‘ (nur in Abltg.) begegnet: beclysan. 
BwD.: Cyn.Cri 323; Guthl 104 ,,; Afc. HmTh I 194,, 
I 16655, u.ö., HmS 23 346; 396 U-Ö., Jos 10,3; Ev Mt 
13 ,, (getydan, Li Ru), Lk 35, (intynan, Li Ru), 13, (ty- 
nan, Li Ru).- ZbD.: Wu 259,0; PsSpl 30,0 (belucan, Ve); 
HyS 3,; Nie 636; St. And 34 ,,; HerbApul (Lehd I 154 ,); 
AldhGl 1149, 3148. -- elysıng. BwD.: RBenI23,, 26,4 
u.ö.; Afe.HmTh 1 332 ;0 ‚, 11 80 , u.ö., HmS 4 3,; , Gr 50 ,;- - 
ZbD.: WfB 110,, (WfO keine Entsprechung), 124 ,, (loca 
WfO), HyS 34 ,,; AldhGl 2849, 2 39, ; HptGl 503 ;g.-- be- 
clysing. ZbD.: AldhGl 4x. 

fligan ‚„fugare‘ in der Abltg. afligan schon in R7 146 ;s , 
147 ,. Weitere Belege für fligan: BwD.: Afe.HmTh II 
140 35.- ZbD.: EpAl (Nar 16 55) ; HarlGl (WWV 244 4). - - 
aflıgan: RBen 75,0; Afe.HmTh I 344 3; , 606, u.ö., HmS 
2 33 , 24 95 u.ö., Gr 28,.- ZbD.: WEB 171, (aflyman, WfO); 
HerbApul (Lehd I 138,, 20850); AldhGl 3886, 50 ,,; 
KentGl 141; HarlGl (WWV 244 ;,). 

gebedhus ‚„oratorium‘, BwD.: 5d.556,; RBen 4x 
u.ö.; Afe.HmTh 11 582 ,, 5843, HmS 6506 Voc (WWV 
186 ,.); Ev Mt 21,3, Mk 11,,, L 19 ,s (hus gebedes, Li Ru). 
-ZbD. WEB 72359 (eyrce, WO); Wu 232 34, 278 12, 303. 

Was haben wir von solch vereinzelten Ausnahmen zu 
denken? Wenn es Ausdrücke des gewöhnlichen Lebens sind, 
darf man sie in der heroischen Literatur der älteren Angeln 
nicht erwarten und aus ihrem dortigen Fehlen daher nichts 
schließen. Wenn es aber heroische Wörter sınd, will ıhr Fehlen 
in der spätags. Literatur wenig bedeuten, besonders, wenn sie 
me. fortleben. Wo aber die Lit.gattung uns nicht zu einer Er- 
klärung hilft, da dürfen wir eben nicht vergessen, daß die 
Mönche nachweislich öfter das Kloster wechselten, besonders 
seit, der Reform der Benediktiner. 

Ganz klare Ergebnisse dürfen wir daher nicht zu häufig 
erwarten. Wo sie vorkommen, sınd sie die schönsten Früchte 
vieler Bemühungen, von denen der Leser wenig ahnt. 


=, 18, 


I. Kapitel. 


Wörter von anglischem Charakter. 


Bei der Aussonderung der Scheidewörter fallen zunächst 
eine Reihe von anglischen Ausdrücken auf, die ich an erster 
Stelle behandle im Anschluß an Jordan, indem ich bei bereits 
von ihm behandelten Wörtern sein Belegmaterial ergänze und 
die ZbD. zusammenstelle, außerdem einige geeignete Weer- 
ferth-Wörter neu hinzufüge. 

zateownys „ostentatio“, Jordan S. 102 mit einer Reihe 
anderer -nys-Bildungen; weitere BwD.: Li 9x; Ru; L 
lg0; Mart (Shrn 485.15); Guthl 140 ,,. Außerdem spätws. 
1x. bei Afc.HmS 30 ,.. - ZbD.: W£O 77, (boung, W£B). 

bebycgan ‚vendere‘, Jordan S.50; es ist bemerkens- 
wert, daß Jordan in bebycgan ein anglisches Wort sieht, ob- 
wohl es ın Alfreds Gesetzen (Liebm.El 12, 15, 23, 24; Ine 11) 
vorkomnt; er bezeichnet dies als ‚Einfluß außerws. Rechts- 
denkmäler‘‘. ZbD.: W£O 63 ;,, 64, (sellan, WfB; dasselbe 
Wort auch ın Ev); BIHm 63, (V); Leben des Malchus 
(HmA XVIII) 201,, 207 ,,; Laenunga (Lehd III 68,, 3, 9); 
Ps 43 ,,, 104,5; CleopGl (WWV 483,). --- Hinzufügen 
kann ich zwei Abltg.: bebyegung. ZbD.: CleopGl (WWV 
387 97, 506 99)- -- unbeboht. BwD.: Afd.Ors 18 .o- 

bisene ‚„ceaecus“, Jordan 8.22. ZbD.: W£O 77 a8, 273 3 
(blind, WEB, ebenso Ev). 

epian ‚spirare, Jordan 8.54. ZbD.: WfO 146 |, 
146 14, 2640 (orbian, WEB, auch Ev); EpAl (Nar 14,3); 
Ps 113,4; CleopGl (WWV 338 ,). -- Neu hinzu kommt ge- 
‘epian. ZbD.: W£O 146 ,, (orbian, WfB); Lacceboc (Lehd 
Il 338 0). -- ebung. BwD.: Bd 669,; drei Belege auch 
aus dem Spätws.: RBen 68,, RBenl 53,; Afec.Gl (WWV 
162 41). - ZbD.: Laeceboc (Lehd II 188,9); EpAl (Nar 14 ,,); 
Sal 180,0; PsSpl 17,3 (onebung, Ve); CleopGl (WWV 
458 30); HarlGl (WWV 235 ., , 240 >) ; Cp 1399. 

fracop (nicht bei Jordan) erscheint als Substantiv ‚‚con- 
tumelia‘“ nur anglisch, niemals in den vielen sächs. Denk- 


mälern. BwD.: Cyn.Jul 71, 541; Li Mk 22, (teona, Ev), 


en 42 


L 16,; (asceonung, Ev). - ZbD.: WfO 21;, (teona, WfB); 
Wu 54,, 240 9,; Ps 5458; CleopGl (WWV 429 ,,); HptGl 
509... Das Adj. fracob mit seinen Abltg. ist gemeinags. 

geornnes ‚„nimietas‘‘, vgl. Jordan bei den -nys-Abltg. 
S.102. BwD.: Li Mt1I17,, L 11, (onhrop, Ev); Bd 21l,, 
271, u.ö.; aber auch einmal ın Liebm. Af.El 13.- ZbD.: 
WfO 156 , (onhrop, WfB); BlHm 55 ;, (V), 89, (VID; Wu 
290 3,; Laeceboe (Lehd I 220 5,7); Ps 937; Cp 1088 (Ep 
527); CleopGl (WWV 428 ,,). 

gistlipnys ,„hospitalitas‘, Jordan 8. 102. BwD.: Gen 
2446; Bd 20,, 643 u.ö.; Guthl 71,,; daneben auch kent. 
einmal bei Wı, Liebm.Wi 7. - ZbD.: WE£O 76 ,», 77, (cum- 
lipnys, WfB). 

gneap ‚„mediocriter“, Jordan S.55. Weiteres BwD. ein 
sächs.: Afe.HmS 31 ,996.- ZbD.: CleopGl (WWV 44150); 
PrudGl 391 3,; GlPrud 227. -- gnepelice. ZbD.: WIO 
und WfB Öl ,3. - ungnepelice. ZbD.: W£fO 43 56, 175 ı 
(unheanlice, WfB). - gneaplienys. ZbD.: AldhGl 
2437; HptGl 463 ,,; HarlGl (WWV 244,). - gneapnys. 
ZbD.: AldhGl 2437, 3748; HptGl 494 ,,; CleopGl (WWV 
464 95). Ä 

halettan ‚salutare“, nıcht bei Jordan. BwD.: Bd 
483,, 159,, u.ö.; Ru, 54, 10,: (weleumian, gretan, Ev 
Li). - ZbD.: BIHm 139 ,,, 143 ,;, 155.0 (XIII); EpAl 
(Nar 27 7). -- Abltg.: gehalettan. ZbD.: WfO 36 ;,, 
250 ıg (gehaelan, WfB). -- halettung. BwD.: Ru, 23, 
(greting, Li Ev). - ZbD.: BIHm 35,, 7 ı6 zweimal (D). - - 
halettend (der Mittelfinger). ZbD.: CleopGl (WWV 
264 41)- | 
hatıan ‚aestuare‘, nicht bei Jordan. BwD.: Ve 38,; 
Ru, 13, (besencan, Li; adruwian, Ev); Bd 1;,,; aber auch 
zweimal spätws.: Afc.Temp (Lehd III 274,), Hex 22,,. - 
ZbD.: WE£O 64, (befian, W£fB); Laceboc (Lehd I 198 ,); 
HerbApul (Lehd I 196 ,); PsSpl 38,; Cp 357 (Ep 206); 
AldhGl 4731; PrudGl 391 93. --- Abltg.: ahatian. ZbD.: 
Lxceboe (Lehd II 60,9); PsL 38,; HarlGl (WWV 214 ,,). 
-- gehatian. ZbD.: PsSpl 38,. -- onhatıan. ZbD.: 
CleopGl (WWV 425 ,, 51135). 


u un we 


herenes ‚‚favor, laus‘‘, Jordan S. 102. BwD.: Run 7; 
Cyn.Cri 415; Gu 588; Li Mt I6,., Mt 17, (lof, Ev), LI 
617; Ril3x; Ve7x; Bd 483,9, 277,3; auch einmal bei 
Afd.: Past 111,. - ZbD.: WfO 59,, (wyrbmynd, WiB), 
62 95 (lof, WEB); Wu > 1; Ps5x; Op 824. 

hleopor ‚sonus“, Jordan 8.43. ZbD.: WfO 52 33 
(sweg, WfB; auch in Ev), 99 „, 284 34, 286 , (ohne Entspr.) ; 
Ps 107 ,, 150,; Metr 1347. --- Abltg.: hleoprian. Ein 
. zweites spätws. BwD. (das erste ist Afc.HmTh I 38,) ist: 
ByH (Anglia VIII 331,5). - ZbD.: W£O 144 ,, (swegan, 
WfB), 99,, 284, (ohne Entspr.); Wu 182,0; EpAl (Nar 
135); PsL 146,; PsSpl 17,, 82,, 150, (hleoprian, Ve); 
Ps 104 ;,, 113,3, 134,7; Cp 1065 (Ep 508); Aldhal 5x 
HptGl 467; GlPrud 75; CleopGl 5x.-- Die Abltg. kann 
ich ergänzen durch: efenhleopor. BwD.: Ph 621.-- 
oferhleopor, adj. gebraucht. ZbD.: Ps 93,5; ebenso 
ungehleopor. ZbD.: HarlGl 224,. -- ahleoprian. 
ZbD.: WE£O 208 ,,, 236 ;; (keine Entspr.). -- oferhleo- 
pbrian. ZbD.: EpAl (Nar 32,); Sal 152,3. -- efen- 
hleoprung. ZbD.: HarlGl (WWV 2133). 

holunga ‚incassum‘“, Jordan S.59, Anm.1: ‚Auch... 
holunga scheint, wenigstens vorwiegend, anglisch zu sein.” 
BwD.: Beo 1076; Gen 997; Ru, 15, (butan, Li Ev); Bd 
184 ,,, 552 , u.ö. - ZbD.: W£O 25 ;, (on idel, WfB); PsVos 
(Junius-Ps) 126, (in idelnysse, Ve); EcgP (LITh U 230 ;,) ; 
Cp 1373 (Ep 683); CleopGl (WWV 451 50); Be geceyrred- 
nysse (die Übersetzung einer Homilie aus Aleuins ‚De vir- 
tutibus et vıtııs liber‘‘; die Homilie ist in zwei Hss. erhalten, 
von denen die eine, Tıb.A. III, aus der Mitte des 11. Jh., 
„holunga“ hat [Archiv OXXI 259 ,, |, die andere, Vesp.D. 
XIV, „on idel“ [Anglıa XI 388 so) vgl. oben bei WfO und 
Wf£B). 

huhugu ‚‚fere‘‘, Jordan S. 96 ohne Belege. BwD.: Bd 
1x. - ZbD.: W£O 79,, (nealicee, WfB; nean, neah, Ev; 
swelce, Li); BIHm 207 4; ıs (XVII); 'Laeceboc (I,chd 1 
280 ‚s); CleopGl 414 5,. 

lixan ‚„fulgere‘, nicht bei Jordan. BwD.: Beo 311, 
485, 1570; Cyn.Crı 231, 505, 698, El 23, 90, 125, 1116; Az 


== 16 re 


106, Dom 55, Exod 125, 157, 175, Pa 24, 27, Ph5x, Sch 49; 
Li Mt 13,; (seinan, Ev), Mk 9, (glitinian, Ev), L 24, 
(hwite, Ev), Jn 53;, (lihtan, Ev); Ru, Mk 9,, L 24,, Jn 
5a; Ri 3,. - ZbD.: WE£O 65 ,, (scinan, WfB); BIHm 75 
(I); EpAl (Nar 13,5); Metr 19,3; Ps 76,,; CleopGl 
(WWV 406 ,,, 509 ,). --- Abltg.: inlixan. BwD.: Ru, 
L 23 ,ı (onlihtan, Ev). -- eftgelixan. BwD.: Ri 54,.-- 
lixende. BwD.: Li L 16,5 (rielice, Ev). -- lıxung. 
BwD.: Lı Mt 116,5; Ri 3,, 38 ,5- 

medmicel ‚parvus, modicus, aliquantulus‘‘, nicht bei 
Jordan. BwD.: Ri 115; Ru, 630, 86, 1431, 16, (lytel, 
Li Ev); Bd 554 ,, 630 ,, u.ö.; Guthl 126,,; Cart III 71,, 
(Eadred schenkt 955 dem Atlfsige Hunlafing aus Huntingdon 
Land bei Z£pelwoldingtune in der Nähe von Peterborough). - 
ZbD.: WO 8x (lytel, WfB), 85, (gehwaede, WfB), 128 5, 
(sume, WfB); BIHm 12x (L, II, III, V,X, XI, XV, XIX), 
BIGl (BIHm 259 ;,, 33); Laeceboc (Lehd II 24 „0, 36 3 u.6.); 
EcgC (LITh I 156 ,,), EcgP (LITh II 236 ‚o)- -- Abltg.: 
medmicle. ZbD.: BIHm 77 ,, (VI). -- medmicelnes. 
ZbD.: PsSpl 54, (lytelmod, Ve). 

nenne ,„nisi‘, anglisch nach Jordan, S. 46, doch auch 
kent.: außer in der kent. Urk. (Txts.Ct 34 ,,), die Jordan 
zitiert, auch im kent. Gesetze Grid (Liebm.Griö 15). - ZbD.: 
WfO 54, (buton, WB; auch in Ev), 5X ohne Entspr.; 
B!Hm 19,5, (II), 161,, (XIV), 22335 (XVIII); Laceboe 
(Lehd II 202 3); Ps 4x; CleopGl (WWV 454 33, 525 3). 

nydniman ‚„violare“, nicht bei Jordan. BwD.: Ru, 
23 9, (reaflac, Ev). - ZbD.: WfO 64 ,, (strec, WfB); Liebm. 
Cn 739. --- Abltg.: nydnıima. BwD.: Li Mt 23 ,; 
(reaflac, Ev), L 18,, (reafere, Ev); Ru, 11, (strec, Ev). -- 
nydnimu. BwD.: Ru; L 11;,, (reaflac, Ev); Rı 215. -- 
nydnimung. BwD.: Li L 11,, (reaflac, Ev); diese 
Abltg. auch einmal bei Afe.: Voce (WWV 11959). 

semninga ‚‚repente, subito‘, Jordan S.6lf. Zweimal 
spätws. belegt: Afc.HmTh II 398 3; und Ev L 22,. - ZbD.: 
W£O 11x (feringa, W£{B); Wu 262,; BIHm 7x (XII 
6x, XVII); Laceboce (Lehd II 176 ,); EpAl (Nar 15 ,,, 
1); Ps 694, 72 15. 


es 

etillan ‚„prosilire“, nicht bei Jordan. BwD.: Cyn.Crı 
745, 747; Bd 616 .4, ı7. - ZbD.: WfO 189 ,, (ohne Entspr.); 
GlPrud 32 a. --- Abltg.: astillan. BwD.: Guthl 154 ,;. - 
ZbD.: WO 21,; (aresan, WIB). - gestillan. BwD.: 
Cyn.Cri 648, 716. - ZbD.: W£fO 7x (ohne Entspr.). -- wıP- 
stillan. ZbD.: Cp 662: -- still. BwD.: Cyn.Cri 723, 728. 

preodian ‚deliberare‘“, nicht bei Jordan. BwD.: Cyn. 
El 549, 1239, Ap 18; Bd 185 ,,. - ZbD.: Pseudo-Matthäus 
(HmA 12494); HarlGl (WWV 216 ,,). --- Abltg.: ge- 
Preodian. ZbD.: W£O 101, (oferswydan, W£B). -- 
ymbpreodian. ZbD.: HarlGl (WWV 204 ;,). -- )reo- 
dung. BwD.: Bd 96 .,. - ZbD.: Wu 149 ,;; HptGl 422 ,,; 
CleopGl (WWV 385 3). -- ymbpreodung. ZbD.: Cp 
644 (Ep 331); CleopGl (WWV 384 ,,), HarlGl (WWV 
218 30)- | 

pzcele ‚„lucerna“, Jordan S.59. ZbD.: W£O 11758 
(blese, WfB; leohtfat, Ev); EpAl (Nar 14 ,,, 2336); Nal 
418; CleopGl (WWV 266 38, 490 5, )- 


unlifigend ‚defunctus, mortuus‘, nicht bei Jordan. 
BwD.: Beo 5x; Cyn.El 879; Jud 180, 316; Li Jn 145; 
Ri 173 ,9, 177 ,.. - ZbD.: W£O 18,, 853, 346,0. (dead, 
WEB). 

winnan in der Bedeutung ‚„laborari“ und gewin 
„labor‘ hat Wildhagen in seinem ‚„Psalter des Eadwine von 
Canterbury‘ (Morsbachs Stud. Engl. Phil.13) als angl. er- 
wiesen (SS. 184 und 186). Zu ‚„winnan‘ kann ich als BwD. 
zwei Belege aus Ru, hinzufügen: 633, 11 ag. - ZbD.: WO 
29 95, 1585; (swincan, WfB und Ev); BIHm 99,, (VIII), 
141 ,, (XIII); Ps 68;, 108 ,, 126,; Metr 3,, 4,6; Sal 283, 
388, 392; HarlGl (WWV 220 ,ı). --- Zu gewin ist zu er- 
gänzen als augl. BwD. Guthl 5x; aber auch spätws. einmal 
bei Afc.: HmTh I 426 ,,-. - ZbD.: WfO 11x (geswine, 
WfB); Wu 259 ,,; BIHm 7x (V, VOLL, XII, XV, XVII 
2x, XIX); MeddQuadr (Lehd I 330 2.); Chron 870 F, 
995 F; Ps7xX; Sal 472. | 

witedom. Von dem gemeinags. ‚„wita‘ leitet das Ang- 
lische ab ‚„witedom‘‘ (prophetia) und ‚„witege‘“ (prophetissa), 

Scherer, Ags. Wortgeographie. 2 


während das Sächsische die Abltg. ‚„witegung‘‘ und „wite- 
gestre‘ (s. u. 8.25) bildet. witedom. BwD.: Gu 12; 
Cyn.Cri 212, El 1153; Ph 548; Bd 264 ,, 444, u.ö.; Guthl 
154 ,.- ZbD.: WfO 9x (witegung, WfB); BIHm 71; (VJ); 
AldhGl 5x; KentGl 1064; HptGl 493 ,,, 520 ,, u.ö; 
CleoepGl (WWV 465 5). -- witegdom. BwD.: Dan 146; 
Ru, 13,, (witegung, Ev). -- witedomlie. BwD.: Guthl 
121,8, 1431, 149 10- --- witege. BwD.: LLLI4,;,; Li 
und Ru, L 23, (witegestre, Ev). 


Überblicken wir das vorliegende Material, so finden wir 
häufig nicht genug sichere Belege, um ein Wort als anglisch 
oder als sächsisch zu erweisen. Wie viele Belege sind 
erforderlich, um zu überzeugen? Das ist die eine große 
Schwierigkeit. 

Eine Zweite deutet auf Dialektmischung, wenn nämlich 
ein ganz überwiegend anglisches Dialektwort vereinzelt auch 
in einem außerangl. Denkmal auftaucht, teils im Kentischen, 
dessen Sprache eine gewisse Stammesverwandtschaft mit der 
der Angeln aufweist (vgl. das Schicksal des germ. ä), teils 
auch in dem Westsächsischen des Alfred oder seiner Nach- 
folger, wo man sofort an dıe Mannigfaltigkeit der außersächs. 
Hilfskräfte denkt, die Alfred in seine Kanzlei zog; vgl. die 
obigen Belege für aeteownys, bebycgan, epian, geornnes, gneap, 
hatian, herenes, hleoprian, nydniman, semninga und winnan. 


Auf einen anderen möglichen Grund der Sprachmischung 
weist Jordan hin, indem er, z.B. bei bebycgan, als einem 
Rechtswort, Einfluß außerws. Gesetzgebung auf Alfreds 
Gesetze annimmt; ähnlich mag es mit geornnes, gistlipnes und 
nemne stehen. So wie die ags. Königshöfe werden auch die 
Kronjuristen untereinander verkehrt haben. 


Ein weiterer Faktor der Sprachmischung kann im Wan- 
dern der Mörfcehe aus einem Kloster ins andere gesehen werden, 
wie dies besonders seit der Benediktinerreform häufig wurde 
(vgl. Kap.I, S.10); dieser Faktor mag besonders bei solchen 
angl. Wörtern in Betracht kommen, die hin und wieder auch 
in der spätws. Literatur nachzuweisen sind. 


= 


Jordan hat noch eine weitere Kategorie von Wörtern auf- 
gestellt und sie formuliert als „ursprünglich gemeinags., im 
Anglischen aber länger erhalten als im Westsächsischen‘ ; hier- 
her rechnet er von Wierferth-Wörtern cigan, gefeon, frignan, 
rsefnian, tid, prag. Für seine Rubrizierung stützt sich Jordan 
auf die Annahme, daß Li, Ru und Ri spätangl. seien ; diese 
Ansicht ist aber nıcht mehr haltbar, seitdem Edw. Schröder, 
Heidemann und Heinzel auf sehr alte Sprachformen ın Li usw. 
hingewiesen haben (vgl. Kap.I, S.5). Diese Wörter sind ein- 
fach altertümlich. 


IH. Kapitel. 


Wörter von sächsischem Charakter. 


Entsprechend den anglischen Dialektwörtern gibt es Wör- 
ter, dıe auf das sächsische Gebiet beschränkt sind. Bei ihrer 
Untersuchung gehe ich von den Wörtern in W£B aus, die in 
WE£O andere Entsprechungen haben ; wır erhalten dadurch eine 
gewisse Probe für die in Kap.II festgestellten Verhältnisse. 
Leider haben wir nur ganz wenige Denkmäler von sicher spät- 
angl. Herkunft, die wir zum Vergleich heranziehen können. 
Deshalb muß man auf Ersatz bedacht sein. Ich berücksichtige 
das mittelengl. Wörterbuch, verzeichne, wie schon umgekehrt 
ın Kap. II, von jedem Wort aus W£B, wie das Wort in WfO 
lautet, und bringe, wenn möglich, zu Belegen aus den späten 
Evangelien und Psaltern mit Hilfe der Bibelkonkordanz die 
Entsprechungen aus den alten angl. Texten, damit die Doppel- 
garnitur der Wörter klarer zum Ausdruck kommt. 


»pelboren „nobilis“. BwD.: Afd.Liebm. 11,; RBen 

12 3, 15, 103,0, De cons. mon. (Anglia XIII 365 ,): Afe. 
HmTh I 92,, I 118,, u.ö., HnS 8,,, 303; u.ö., Gr (WWV 
335 21), ol (WWV 17333); Ev L 19,. (welboren, Li Ru). - 
ZbD.: WfB 22 ,, (epeleund, WfO); Chron 654 E; PsL 1495, 
(edele, Ve); Biogr. of Mildsith (Lehd III 428 ,,); ApT 19 ;,; 
KentGl 1147 ; CleopGl (WWV 426 ,).--- Abltg.: un&pel- 
boren. BwD.: RBen 12 ,,, ı; Afe.HmTh I 260 ., Gr 
(WWV 55l3).-- epelborenes. BwD.: Afe.HmTh IL 
9% 


174,, 118,0, HmS 3,, 84-51 - - ZbD.: HyS 77,4; ApT 
9,5, 15 18 u.ö.; AldhGl 4518; CleopGl (WWV 412,3). --- 
Me.Belege: Frag 4; Lk 19 13- 

axung „quaestio‘. BwD.: Afd.Bt 12350, 9 15, 127; 
144,; Afe.HmTh I 188 „‚, II 300 ,,, HmS 23 bs; - - ZbD.: 
WfB 13739 (frignung, WfO); Metr 22 ,,; Scint 215; HR 
7 51; AldhGl 5214. --- Abltg.: geaxung. BwD.: Afd.Bt 
148,. --- Me.: AR 338; Ay 6x; StMarh 16; WyclJdg 
8 4- 

ceast „increpatio ‘. BwD.: Afd.Liebm.El 18; RBen 22; 
Afc.HmTh I 408 ;; , II 420 ;; u. ö., HmS 7 913 ; 993 U- ö., PaEp 
(LITh II 386 2), Voe (WWV 11636).- ZbD.: WfB 64 35 
(gecide, W£O), 145,3 (preaunge, WfO); EegP (LITh U 
230 39); HyS 10 39; Scint 134 18, 15; Hpt@l 495 3. - Abltg.: 
unceast. BwD.: Ine Liebm. 35. --- Me.: Alıs 3565; AR 
200; Ay 9x; Ch 1556; Gow P 215, III 417, V 541; Hom I 
111 (De octo vituis), II 163 (Assumpt. Mar.) ; Langl A 10,#; 
B2;,,, C 1,05 380; Mirce 338; OaN 183, 296; Shor 113. 


clud .,‚rupes““. BwD.: Afd.Bt 91,3, Ors 67 9, 11715; 
Afc.HmTh II 162,, 160 .,, HmS 30 3, Gr 99 , 29. - ZbD.: 
W£B 52 3; (elif, WfO); PsSpl 113, (clif, Ve; stan, Ev); 
AldhGI 6x; PrudGl 394 3,; HarlGl (WWV 202,). --- 
Abltg.: cludig. BwD.: Afd.Ors 2045.- ZbD.: PrudGl 
399 ,47.--stanelud. BwD.: Afd.Past 59,; Afe.HmTh II 
156,, HmS 1 6397, Gr 978, Hex 22 33.- ZbD.: W£B 52, 
(stanclif, W£fO); HptGl 499 3,.--- Me.: Laz 10x; LyrP 
44; OaN 1001; aber auch im nördl. Orm I 90.-- eludig: 
Orm 1 93. 


cneord ‚intentus“ (nurin Abltg.): gecneord. BwD.: 
1 angl. Beleg, Bd 525 ‚,; sonst nur sächs.: Est. of mon. (Iichd 
III 434,0); Afe.HmTh I 436 ,9.- ZbD.: Liebm. Ger 5, .-- 
gecneordlic. BwD.: Afece.HmTh I 743;,.-- geene- 
ordlice. BwD.: Afc.HmTh I 60;,, 504 ,..-- eneord- 
lecan. BwD.: AfeHmS 335.-- gecneordla&can. 
BuwD.: RBen 121,,: Afe.HmTh I 486 ,,, II 118 ,, Gr 
.15+4,.- ZbD.: AldhGl 241, 1086; HptGl 412 ,3..-- ene- 
ordnys. ZbD.: AldhGl 995, 2508, 7 39.-- gecneord- 


2 0 


nys. BwD.: RBen 138,; Afc.HmTh I 220 ,, 586; u.ö., 
HmS 25 ze. - ZbD.: W£B 117, (willa and geornes, WfO); 
PsSpl 105 38 (teolung, Ve); ApT 19,; AldhGl 5x.-- un- 
geeneordnys. BwD.: Afe.HmTh U 552 3, .--- Me. nicht 
zu belegen. 


dyrstl®can „praesumere“. BwD.: RBen 79 ,,, 116,, 
128 , u.ö.--- Abltg.: gedyrstlecan. BwD.: Afd.Liebm. 
El 49,; RBen 11x u.ö.; Afec.HmTh I 54,0; 456,, HmA 
101 306, Gr 247 35. - ZbD.: WEB.: 733, 1810, 395; 135 3 
(geneban, WfO), 25, (gedyrstigian, WfO); Nie 17g.-- 
gedyrstlaecing. ZbD.: WfB 71; (bylde, WfO).--- Me. 
nicht zu belegen. 

gefredan ‚„sentire‘‘ (ohne ge-Präfix nicht zu belegen). 
BwD.: Afd.Bt 91 ,,, 145 98 , a3 , 146 ,, Sol 42, , 13, 33 13 » 14 » 
Past 187 0, 331 1 u. sehr oft; Afe.HmTh I 302 ,, , IL 232 ;, 
u.ö., HmS 144, 4 17 u.ö., Gr 34 39, 39, , InterrSig (Btwk- 
Serd 18 ,,); Ev Mk5 ,, (gefalde, Li Ru). - ZbD.: W£B 102, 
(ongat, WfO).--- Abltg.: gefredendlic. BwD.: Afec.Gr 
2g99.-- ungefredelic. BwD.: Afd.Past 265 i8--- ge- 
frednes. BwD.: Afd.Bt 145 9; a3--- gefredm&elum 
(paulatim). ZbD.: AldhGl 3245; HptGl 482,0.--- Me.: 
fredan: Gow IV 3511, V 7167; Laz I 88, III 81; Mk 5 9; 
Misc 78, 82 (Sinners Beware) ; Shor 7, 120. 

sehealdsum „parcus‘. BwD.: Afd.Past 149 ... - 
ZbD.: Seint 225 16; De observ.lunae (Lehd III 158 ‚,); Aldh- 
G1 665, 2666, 4511.--- Abltg.: ungehealdsum. BwD.: 
Afe.HmTh II 220,, HmA 47 ,,.- ZbD.: AldhGl 7 3,9, 
83350.-- ungehealdsumlic. BwD.: Afe.HmA 20 zo - -- 
goehealdsumnys. BwD.: RBen 5x, RBenl 3,0, 118, 
u.ö.; Afce.-HmTlh I 244 ,,, 474,0, u.ö., HmS 2311, 2D eo ; 
HmA 57 se; ‚, InterrSig (BtwkSerd 17 39). - ZbD.: WIB 104,, 
107 ,, (hyrdnysse, Wf£O); Seint 225 46; AldhGl 6x; un- 
geehealdsumnys. BwD.: Afc.PaEp (LITh I 382 ;,); 
CoDi III 349, (Aöpelred schenkt, 1006, der Kirche Land ın 
Süd- und Ostsachsen).--- Me. nicht zu belegen. 


greada „sinus“. BwD.: Afd.Past 103 3, 405, u.ö.; 
Ev Lk 1635, 93 (barme, Li; in der Ru-Hs. fehlt das be- 


9 — 


treffende Blatt).- ZbD.: WfB 65 ,5, ı7, 9; (sceat, WIO); 
AldhGl 2954. --- Me.: Alis 4187, 4196; Ay 196. 


hreowsung ‚„poenitentia‘“‘, eine -ung-Abltg. von dem 
gemeinags. hreowsian (wie „axung‘‘ von acsian). BwD.: Afd. 
Past 419 35, 421 0.22, Bt 5x; RBen 49 ,, 70 17; Afc.-HmTh 
168 ,,, Lev 10,; Ev L 10,; (in Li Ru durch das Verb über- 
setzt).- ZbD.: WfB 114, (daedbote, WfO); EdgUan (LITh 
II 278 ,,.); HptGl 510; CleopGl (WWV 465 ,).:-- Abltg.: 
behreowsung. BwD.: Afc.HmTh I 3523, 4, HmA 
34 953 , Gr 37 38. - ZbD.: Wu 24 ‚s; AldhGl 4496. -- behre- 
owsungtid. BwD.: Afce.HmTh II 86,,, 88,.-- Me. 
nicht zu belegen. 

leorningeniht ‚discipulus“. BwD.: Afd.Past 25 5; 
Afc.HmTh II 162 „, Gr (WWV 374 ,,), Voe (WWV 163 5,); 
Ev 224x (Li Ru: ambeht, discipul, embehtman, fostring, 
lareneht, pegn).- ZbD.: WEB 130 ,,, 147 ,, (begn, WfO), 
134 ‚, (geongra, WfO).--- Me.: Hom 13, 7 (De initio crea- 
turae), 229 (Dominica Palmarum); häufig (17x) auch im 
nördl. Orm. 


nealıce ‚fere“. BwD.: Afd.Past 335 ,,; Afc.HmS 
31951 .- ZbD.: WEB 79,, (huhugu, WfO; nean, neah, Ev); 
BIHm 207 3 (XVII); HerbApul (Lehd I 204 ,3).--- Me.:-. 


rihtl&can ‚to make right‘. BwD.: RBen 46 ,,, Est. 
of mon. (Lehd III 440 ,).- ZbD.: Wu 174 39, 277 ,; AldhGl 
66. --- Abltg.: rihtlaece „‚genuine physieian“. ZbD.: Wu 
12 g.-- rihtlecung. BwD.: Afd.Past 197 ,; Afe.Hm’Th 
II 198 55.- ZbD.: AldhGl 3215; HptGl 481,3. -- geriht- 
la®can. BwD.: RBen 52,, 113,,, Est. of mon. (Lehd III 
438 30); Afe..HmTh II 146,, 470,, u.ö., HnS 2, , 1696 
u.ö., HmA 5 155 , 12 300 u.ö., Gr 26+,; Ev Jn 330 (forewe- 
dan, LiRu). - ZbD.: Scint 37,; PsL 89,, (gerecan, Ve), 
118, (beon gereht, Ve) u.ö.--- Me.: Hom I 17 (De Quadra- 
gesima) ; Misc 86 (Woman of Samarıa) ; Will 282, 1310. 

tendan ,‚ardere‘‘, ags. nur als ‚„ontendan“ und ‚aten- 
dan‘ zu belegen.- ontendan. BwD.: Afd.Liebm.El 27; 
HmTh I 240 ,,, 458,, Afe.HmS I 39, 25 ae U.ö6., HmA 
111g, Temp (Lehd III 242 ,.), Ex 22,.- ZbD.: WB 


162 ,, (abarn and aweoll, WfO; beornan, Li Ru Ev); HmA 
196 ‚ („Drei Leben‘, Hs. Cott. Otho C 11); Chron 994 E; 
Charms (Lehd III 286, ü.ö.); AldhGl 977, 2772; Hpt@l 
417 95, 507 ,, u.ö.-- ontendnys. BwD.: Afc.HmTh U 
156 96 , 97.33 u.ö., HmSI 2,75, 4s07 u.ö.- ZbD.: WfB 101, 
(hate, WfO); AldhGl 6x; HptGl 489g, 499 45 u.ö.--- 
atendan. BwD.: Afc.Temp (Lehd III 266,,); ByH 
(Anglıa VIII 312 ,).- ZbD.: Chron 994 F, 1006 E; Seint 
208 ,; AldhGl 2460, 4315.-- atending. ZbD.: Seint 
221 ,7.-- tending. ZbD.: WfB 101,, (tendling, WO). 
--- Me.: tenden: Alex 4179; AR 296; FaBl 672 C; Kath 
197, LanglB 18 35 , C 21350; Parten 2097, 2136; Trev III 
395; WyelEx 30,.-- atenden: Fer 3280; Hom I 9 
(In Die Pentecosten) ; Mise 52 ,, (Passion of Our Lord). 


truma „acies“. BwD.: Afd.Ors 80 ,,, 240 3; u.ö.; Afe. 
HmA 113 356 , Jos 11,0. - ZbD.: WfB 74,, (weorod, WfO); 
AldhGl 862, 731, 1721; HptGl 426 gs , 477 13; HarlG1 (WWV 
236 19)---- Abltg.: getruma. BwD.: Chron 871 A.- 
ZbD.: Chron 871 E; Ps 26,.-- foletruma. ZbD.: PsL 
44 5, 105,8 u.ö. (fole, Ve; fole, menigu, wered, Ev).-- 
fyrdtruma. BwD.: AfeHmTh I 442,;,,.-- scild- 
truma. BwD.: Afe.HmS 25 ‚ss , Gr 4839.- ZbD.: AldhGl 
731, 2959, 3796; HptGl 475 9. --- Me.: MArth 3592; Fer 
2372; GenEx 1829; HM 21; Laz III 73, 107, 108, 133; 
Mise 149 (Eleven Pains of Hell); Shor 108; einmal auch in 
dem ndml. Hav (8).-- scildtruma: BevH 993; Laz 5x; 
WyclK 4,. 


tucıan ‚„eruentare‘. BwD.: Afd.Bt 123 :,; Afe.HmS 1 
23106; II 26,, u.ö, Jud 15,.- ZbD.: Metr 24 ---- 
Abltg.: getucian. BwD.: Afe.HmTh II 454 ,,, Hm 
D 162» 21 ars u.ö., Job 167 ,,.- ZbD.: WfB 22 ,, (geslegen, 
WfO; gedrececan, Ev; gestyran, Li; waelan, Ru); Ps 44 ,,. -- 
mistucian. ZbD.: WIB 15, (geblodgian, WfO), 20 35 
(swingan, WfO); Chron 1083 E.--- Me: AR9“:; Ch A 
621; HM 17; Hom 21 (Credo); Kath 550; Lanel B 15 4; 
OaN 63. 


paeslie ‚„eonveniens“. BwD.: Afd.Ors 150 35,; RBen 


2, IE 


49 5.6935 , 70 5, , 72 13, RBenl 56 ‚;,, Est. of mon. (Lchd III 
434 ,): Afe.HmTh 1 194;,, 50855 u.ö., HmS II 23b 370, 
434; Ev L 23 ,, (wybe, Li Ru). - ZbD.: Seint 125,, 405; 
HyS 293,;,; Eeelnst (LITh II 424,); AldhGl 5x; HptGl 
437 g3 , 443 ,;, u.ö.; HarlGl 206 , , 207 3, , 208 3,.--- Abltg.: 
unpwsliec. BwD.: RBen 7453; Afc.HmTh I 482,, U 
134 ‚3 u.ö., HmS 31 076 , Gr 87 18. - ZbD.: WEB 136 ,, (un- 
gerisenlic, W£fO); Scint 33,9; AldhGl 4483, 27 36; HptGl 
510 ;,.-- gepxslie. BwD.: Afc.Gr 16,,. ZbD.: PsL 
31 (geliplie, Ve); AldhGl 3891.-- pseslice. BwD.: Afd. 
Ors 150 53,; RBen 70 ;,; Afe.HmTh U 118 ,,.- ZbD.: Scint 
46 ,; Psl, 147 ;, (keine Entspr. in Ve); BIGl (BIHm 263 ,); 
AldGl 446, 1715; HptGl 417,; PrudGl 390 3;.-- un- 
paslice. BwD.: Afe.HmSIl.u,.- unpaslieu. BwD.: 
RBen 124 ,3.-- pesl»can. ZbD.: AldhGl 4356; HptGl 
508,; HarlGl (WWV 208 ,,).-- gepxsl&®can. BwD.: 
RBenlI 16,.- ZbD.: AldhGl 4263, 5175; HptGl 506, 523; 
HarlGl (WWV 208,, 3). -- peslienes. BwD.: Afe. 
HnıTh II 326 ,,.-- unpaslienes. BwD.: Afc.HmTh II 
316,.--- Dieses ags. so häufige Wort findet sich im Mittel- 
engl. nicht mehr. 


unmyndlinga ‚„inopinate“. BwD.: Afd.Bt 125 ;,, 
Ors 146,; RBen 67 ,.; Afe.HmTh 160,, HmS I 23 55 - - 
ZbD.: W£B 88 ,, (unwenliee, WfO); Liebm. IV Eg 8; Metr 
25 30.--- Me.: AR 280; Hom 1 249 (Sawles Warde). 


upahafenys ,„exultatio“, eine Abltg. von dem gemein- 
ags. hebban. BwD.: Afd.Past 55 5, 300 ‚u. sehr oft; RBen 
1835, 22,3 u.ö.; Afe.HmTh II 560 ,,;, HmS II 23b 395 , 
27 100 u.ö, HmA 96 13; , 10139 u.ö., Ex 17 ,;, 328 33. - 
ZbD.: WfB 45, (oferhigd, WfO); PsL 88 ,, (ohne Entspr.), 
140, (uphefenis, Ve, der einzige Beleg für diese Abltg.; die 
Ev haben bliss, Li und Ru gladnvs); PsSpl 31,, 62, (wyn- 
sumnys, Ve); Ecelnst (LITh II 394 ,», 418,5); AldhGl 
5345; HptGl 526 73; KentGl 547. -- upahefedlic. ZbD.: 
AldhGl 667; HptGl 4223. --- Me.: Hom I 115 (De octo 
vitiis). 


weorod „dulcıs““. BwD.: Afd.Bt 52,5; Afe.HmTh ID 


— 25 — 


144 ,, 372 99, Ex 15 ,,, Gr 54,. - ZbD.: PsL 18,, (swoste, 
Ve; Li: swote lede; Ru Ev; wynsum); HerbDiose (Lehd 
Ill 276 ‚0, 302 ., u. ö.), HerbApul (Lehd III 108,); AldlıGl 
5x; HptGl 419,0, 4626 u.ö.; KentGl 179. --- Ablig.: 
unweorod. BwD.: Afd.Past 447,9. -- purhweorod. 
ZbD.: AldhGl 2393. -- weorodlice. BwD.: De cons. 
mon. (Anglia XIII 427 g3,); Afe.HmS 34 ,o;- - ZbD.: HyS 
735. -- weorodian. BwD.: Afd.Bt 5l,. -- geweo- 
rodlzcan. ZbD.: Scint 196,. -- werednys. BwD.: 
De cons.mon. (Anglia XIII 369 ,); Afc.-HmTh II 212;, 
Gr 42,.- ZbD.: WfB 25 ‚, (wynsumnysse, WfO); PsL 30 30 
(swoetnys, Ve); HyS 98,7; AldhGl 11,3; HarlGl (WWV 
225 ı7 , ı9 » gı)- - Das Substantiv ‚„wered‘‘ (= Met) findet sıch 
einmal im Beo 496. --- Me.: werednys: AR 138. 


witegung ‚„prophetia“ (s.0.8.18, „witedom“). BwD.: 
Afc.HmTh I 188 ,,, HmA 6x, Test 235; Ev Mt 13 ,, (wit- 
gsiung, Li; witigdom, Ru). - ZbD.: WfB 9x (witedom, 
W{O); Wu 5l,, 56,1, 192 19, 20136; Chron 605 E; Aldh- 
Gl 1793; CleopGl (WWV 415 3). -- forewitegung. 
BwD.: Afc.HmS 29 ,,; St.Neot (Anglia III 110,04, us). - 
ZbD.: AldhGl 8x. -- witegungboc. BwD.: Afe.HmSI 
24 115. - ZbD.: HR 7 ,,; 30- --- witegestre „prophe- 
tissa““. BwD.: Afe.HmA 89 30 , Test 10 3,; Ev L2 36 (witege, 
Li Ru). --- Me.: Hom I 97 (In Die Pentecosten) ; 19 X im 
Orm. 


IV. Kapitel. 


Spät auftauchende Wörter. 


Eine Reihe von Ausdrücken aus WEB sınd erst seit der 
Übersetzung der Benediktinerregel von „Epelwold (Bischof 
von Winchester seit 963) nachzuweisen, obwohl sie nach ihrer 
Bedeutung längst früher zu erwarten wären. 

ablycegan ‚terrere, zu an. blygd, die Scham, alhd. 
blügisön; ein gemeingerm. Wort, das dem älteren Ags. fehlt, 
obwohl es seiner Bedeutung nach zu erwarten wäre. BwD).: 


u, O6, 


RBenl 2,.; Afc.HmTh II 166,, 342,, u. ö., HmS 3,0 
50, HmA 100 965, 116 417, Test 17404, Gr 222 5. - ZbD.: 
WfB 133, (abregan, WfO; Ev: bregan, Li Ru: fyrhtian, 
forhtian) ; AldhG1 2330, 3506; HarlGl (WWV 222 ,;). 


acumendlic ‚‚tolerabilis‘, von dem Verb cuman mit 
Neubedeutung, vgl. Koch, Hist. Gr. II, S.3ff. BwD.: RBenl 
5 ,,; Afe.HmTh I 96,, 592 3; Ev Mt 10,, (edor 1 lihtre, 
Li: frendlice, Ru). --- Abltg.: acumendlienys. ZbD.: 
AldhGl 3393. -- unacumendlic. BwD.: RBen 8,,, 
128 ‚0, RBenI 114,; Afc.HmTh 1532, , Hn$ 31 9; ‚ Interr- 
Sig (Anglia VII 30 980)- - ZbD.: W£B 37,5 (unariefnedlic, 
WO); AldhGl 359, 3887; HptGl 4143, 497 98. -- un- 
acumendlicenes. BwD.: RBenlI 114,5. 


angsum ‚„angustus‘, von ange, „eng“; über das Ab- 
leitungselement ‚sum‘ für Abstrakta vgl. Kluge, Nom. 
Stammbildungslehre, 8239; das adj. Flexionssuffix wird ver- 
deutlicht durch ein Bildungssuffix. BwD.: RBen 205, 10; 
Ev Mt 7,, (naruu, Li; naru 1 widerdune, Ru). --- Abltg.: 
angsume. BwD.: St.Neot (Shrn 15 8). -- angsumlice. 
BwD.: Afc.HmTh I 86,;. - ZbD.: WfB 29,, (nearolice, 
WfO). --- angsumnys. BwD.: RBen 5 ,,; Afc.HmTh 
I 88,, 404, u.ö., Gen 42,,, Jos 7,. - ZbD.: WIB 236 ., 
(nearonessa, WfO); Wu 139 35, 246 ,,; Seint 3,, 795; 
PsSpl 118,4; (mearunes, Ve); De somn.eventu (Lehd III 
200 ,); AldhGl 985; HptGl 429... -- geangsumian. 
BwD.: Afc.HmTh I 410,, II 170; u.ö., HmS 9,05 » 9ıs4 
u.ö., HmA 97 108, 107 26, Gr 3156: - ZbD.: WEB 57 16 
(geswencan and genyrwian, WfO); Chron 1093: PsL 142, 
(generwan, Ve). 


behreowsian ‚poenitere‘‘, mit frühags. nicht ver- 
wendetem Präfix. BwD.: Afc.HnıTh I 68 ,>, 550 3, HmS 
12 3,, 2390, HmA 8506, Test 2 ,, Gr 37 298, 39 90. - ZbD.: 
WE£B 149 ,. (hreowan, WfO; Li Ru: hreowsian, Ev: dacdbot, 
hreowsung don); Wu 202,; PsL 4, (geinbryrd beon, Ve); 
Scint 95 AldhGl 5267. --- Abltg.: unbehreowsian. 
BwD.: Afc.HmTh I 500 ,,. -- behreowsung. BwD.: 
Afc.HmTh I 352 23 , os; , HmA 34 ;;». Gr 37 95. - ZbD.: WIB 


BE), 


114, (dadbot, WfO); Wu 24,8; Chron 1100 E; AldhGl 
4496. -- behreowsungtid. BwD.: Afc.HmTh II 86 ;,, 
88,. 

besargian ‚‚dolere‘“, vgl. voriges Wort. BwD.: RBen 
215,656; Afc.HmTh I 402 ,,, II 150, u.ö., Hm$ 1, 
21 552, Test 21,, 42,, Gr 33,5. - ZbD.: WfB 104, (sor- 
gian, WfO; sarıan, Ev); Seint 12, , 45 50 u.ö.; HyS 3450, 
125 ,; AldhGl 903, 5266. --- Abltg.:besargung. Bw]).: 
Afc.HmTh I 334 ‚.. - ZbD.: HyS 126 ,.. 


carful ‚sollicitus‘‘, in RBen auch careful, wie zu er- 
warten; vgl. caer Adj., „besorgt“; einfaches Adj. verdeutlicht 
durch Zusammensetzung. BwD.: RBen 5x; Afc.-HmTh I 
344,, 440, u. sehr oft, Gr (WWV 331 ,;), Voc (WWV 
172 95). - ZbD.: Wu 72,0; Seint 121,, 206 ,; PsL 39 ,, (Ve 
hat hier einen anderen Lateintext; Li: geornful, gemende; 
Ru: geornful, sorgende; Ev: ymbhidig); HR3,s; De somn. 
eventu (Lehd III 188 ,,); AldhGl 364, 5429, Zuer- --- 
Abltg.: carfullice. BwD.: RBenI 111,; Afc.HmTh I 
596 .;, II 82 ,,, PaEp (LITh II 360 ,,). - ZbD.: WfB 126 , 
(keine Entspr.); AldhGl 3909, 56310. - - earfulnys. 
BwD.: Afe.HmTh II 280 ,,, 3334, u. ö, HmS 2,3: 
- ZbD.: W£B 1,, (ymbhigd, WfO), 435 (scir, WfO); De 
somn.eventu (Lehd III 210,); AldhGl 906, 4184. 


cnapa „puer“, „junger Diener“, daneben enafa 
„puer“‘, „parvulus“, ne.knave, hat in solcher Doppelform im 
ahd. knabo - knappo (vgl. rabo - rappo, nach Kluge) sein 
Gegenstück ; got. *knabba fehlt; Lehnwort wie an. knapi. 
Andere Lehnwörter aus dem Ahd. sind brut (Grein, Sprach- 
schatz S.75) und Creacas (F. Mezger, Ags. Länder- u. Völker- 
namen, 1921, 8.9 u.54). BwD.: RBen 593 :,, 643; Afe. 
HmTh 1186 ,,, 11510 ,,, HmS 2%6 9,9, Gen 18, , 21 ,9 u. ö., 
Test 215,, Coll 195, , Temp (Lehd II 276 ,,), Gr (WWV 
310,5); Ev 17x (enelıt, Li Ru). - ZbD.: WfB 21x (eniht, 
W{O).--- Abltg.: hirdeenapa. BwD.: Afe.HmS 23 sır-a. 
--munucenapa. ZbD.: WfB 93,; (ohne Entspr.), 125, 
(munuc, W£fO), 154, (eniht, se waes munuc, WfO). -- Deow- 
cnapa. BwD.: Afc.-HmTh I 510 ;.. 


BB — 


cumlipe „hospitalis“, aus cuma „Ankömmling“ und 
lipa „mitis“. BwD.: Afe.HmTh I 286 „, Gr 11;,. - ZbD.: 
Wu 239,; EcgP (LITh U 224 5,5); Ecelnst (LITh II 422 ,) ; 
De somn.eventu (Lehd III 192, , ıs u.ö.). --- Abltg.: un- 
cumlip. ZbD.: Wu 257.- -- eumlipian. BwD.: 
RBenl 11,.-- cumlipnys. BwD.: RBen 109 , , 21; Afe. 
HmTh II 286 ‚., a7 u.ö., HmA 147 55. - ZbD.: WEB 76 ,;, 
77, (gestlipnys, WfO; für hospes haben Li Ru gest, Ev 
cuma); EceInst (LITh II 422). 


cweartern ,„carcer‘‘, nach Pogatscher, $ 381, eine 
Mischung aus carcer, quartarıum und ags. ern „Haus“. BwD.: 
Afec.HmTlı I 392 ,, HmS 29 3,7, Ex 125, Gen 40,, HmA 
8 204 > 79 170 u.ö., Gr (WWV 833 19); Ev 16x (carcer, Lı Ru; 
ın Ru, steht neben 8 carcer einmal, 25 39, „eweartern‘, wo 
Li wıeder ‚carcer‘‘ hat; es handelt sıch offenbar um eın 
Schreiberversehen); Chron 1137 E. - ZbD.: W£B 107 0 
(carcer, WfO); Wu 288 ,,; VindSalv (HmA 187 ‚sg; , 189 3«) ; 
Chron 1086 E; AldhGl 2553, 4633, 4639; HptGl 513 5: - - - 
Abltg.: ceweartern-weard. ZbD.: AldhGl 2553; Prud- 
G1399 345. -- ewearternlic. ZbD.: PrudGl 400 .... 


cwisan „terere‘, vgl. Leo S.287. ZbD.: PsL 101 ,., 
136, (geenyssan, Ve). --- Wichtig sind die Abltg.: for- 
cwisan. ZbD.: PsSpl 109, (gescaenan, Ve). -- gecwisan. 
BwD.: Afce.HmS 21 35,. -- tocwisan. BwD.: Afc.-HmTh 
I 60 ,,, IL 510,3 u.ö., HmS I 8,73, 5 35, Gr 137 50, 1696; 
Ev L 20 ‚, (gegrindan, Li Ru), Mt 12,, (wıcan 1] bifian, Li; 
wagian, Ru). - ZbD.: WfB 125, (geprastan, WfO), 125 39 
(tobrecan, WfO); PsL 28,, 109, (gescenan, Ve); HarlGl 
(WWV 2080): -- toewysednys. BwD.: Afe.Hm’Th I 
62 6: - ZbD.: WEB 125 ,, (gebra&stednys, WfO). 


cyf£f „dolium‘‘, zu lat. cupa; ein altheimisches Wort, vıel- 
leicht von lokaler Verbreitung, das erst spät in die Prosa ge- 
bracht wırd. BwD.: Afe.HmTh I 58;,, 11 178;,,, HnmS 
11,50, Test 16 ,,, Gr (WWV 330 3,), Voe (WWV 123 ,); 
Ev Mt 5,, (mitta Il sester, Li Ru). - ZbD.: WfB 97 58, 9833 
(bvden, WfO); Liebnm. Ger 17; AldhGl 2 236 . 


9 — 


 efenlscan ‚imitari‘, Verdeutlichung von efnan. BwD.: 
Afe.HmA 39;9- --- Abltg.: geefenl»can. BwD.: 
RBen 6x, Est. of mon. (Lehd III 440 ,); Afc.-HmTh I 
82 15, 128 35 u. ö., HmS 2 501 » 21 371, HmA 35 a6 ; 46 538 U. Ö.; 
Ev Mt 6, (gelice wesan, Li Ru). - ZbD.: WfB 20,, (on- 
hyrian, WfO); Wu 68,; Seint 53,6, 8411; PsSpl 88, 
(gelice beon, Ve); PsL 36, (elnian, Ve); HerbDiose (Iichd 
1284 ,,); PrudGl 399 998. --efenlecung. BwD.: RBen 
139,; Afe.HmTh II 226 ;,. - ZbD.: AldhGl 5353. -- ge- 
 efenl®ecung. BwD.: Afc.HmTh II 148, , 228, u.ö. -- 
efenl®&cend. BwD.: Afc.HmTh I 396 ‚s- - ZbD.: WfB 
23, (onhyrgend, WfO); Seint 13 ,1--- efenlzce. BwD.: 
Afc.PaEp (LITh U 358 ,). -- efenl®cere. ZbD.: AldhGl 
1957. - geefenlxcestre. ZbD.: Scint 71 ,,- 


gelangian ‚arcessere, adhibere‘, als „heftig ersehnen“ 
schon ın W£O, als ‚mit Sehnen erreichen‘ neu. BwD.: RBenI 
17; Afe.HmTh I 86 ,,, II 308, u. ö., Gr 30 ;,, 220 ;ı , 
Jos2j3: -ZbD.: WfB 39,, (spanan, WfO), 171,3 (begytan, 
WfO),51,, 80,3, 105 ,, (gecigan, WfO; habban, Li; niman, 
Ru Ev); Liebm.Eg III 6,; HyS 905. 

geongling ‚‚iuvenis‘, heimische Neubildung nach 
acbeling usw., vgl. Kluge S8 22-277. BwD.: De cons.mon. 
(Anglıa XIII 374 ,5,); Afe.HmTh II 312 ,,, Gen 43, Gr 
l 30, Gr (WWV 310 ,,); Ev Mt 14,, (ging esne, Li Ru). - 
ZkD.: WfB 3295, 8995 (geong man, WfO); PsL 77e, 
118 1, 148 5 (geong, Ve); EcgP (LITh H 180 ,,); AldhGl 
3608; CleopGl (WWV 465 3). 


getimbrung ‚aedificium‘, Neubildung von timbrian, 
um lat. aedificium wiederzugeben. BwD.: RBen 21,5 , 62 1, 
1339; Afe.HmTh I 318,,, II 390 ,; u. ö, Voc (WWV 
164 ;,,), Gr (WWV 836 3); Ev Mt 24, (getimbru, Li Ru), 
Mk 13, (timber, Li Ru), Mk 13, (gehrino | glenge, Li Ru). - 
ZbD.: WEB 124 ,, (hus, W£O), 123 5,, 134, (getimbru, 
WfO); PsL 101, (husincel, Ve); AldhGl 4106; CleopGl 
(WWV 391). 


haefen ‚possessio“, Neubildung von habban mit Suffix, 
vel. Kluge 88 148-49. BwD.: RBen 3,; Afe.HmTh I580 s., 


zn 30), dee 


II 400,.--- Abltg.: hafenleas „pauper“. BwD.: RBen 
105,;; Afc.HmTh I 148,,, 176, u.ö., HmS 14,5, 23 g00 > 
Gr (WWV 312 ,,). - ZbD.: Wu 48 ,;; PsL 11,, 783g, (wedel, 
Ve). -- hafenleast. BwD.: RBen 65,;, Est. of mon. 
(Lehd III 442 ,,); Afe.HmTh I 128,5, II 28 35 u. sehr oft, 
HmS 3,97. - ZbD.: WEB 56 3; (bearfedness, WfO); Chron 
675 E; PsL 43,, (weödelnes, Ve). - Bei Ine (Rubrik 32) steht 
in der jüngsten Hs. B (ca. 1128, vgl. Liebm.) als Überschrift, 
dia bei den übrigen Hess. fehlt, „land-h&fen‘; wohl eine späte 
Hinzufügung. 


hwade „angustus, modicus‘‘, von gehwä, muß längst ags. 
existiert haben, wird erst spät literaturfähig. BwD.: RBenl 
43. --- Abltg.: gehwade. BwD.: RBen 12,, 8913, 
131,, RBenI 116 ,.; Afe.HmTh I 84 ,, , II 162, u.ö., Hm$S 
186, Gen 19,50, Gr 29,5, Temp (Lehd III 232,); Ev Jn 
1333 (lytel, LiRu), Lk 125; (hwon 1 1ytelllas, LiRu).- ZbD.: 
WfB 85, (medmicel, WfO), 114,, (ange, WfO); PsL 41, 
(Iytel, Ve); HerbDiose (Lehd 1 260, u.ö.); AldhGl 4x.-- 
ungehwmde. ZbD.: Laxceboc (Lehd II 142 ,,). -- ge- 
hwaednes. ZbD.: Scint 150,; PsSpl 101,, (feanes, Ve): 
AldhGl 2596; HptGl 403 ‚er; BIGl (BIHm 257 36). 


ıiddisc ‚possessio, zu ead, vgl. Kluge $169. BwD.: 
Afc.HmTh 1 180 ,,, Gen 45 9, Gr (WWV 331,, 549 10); 
Voce (WWV 124 ,,)-- ZbD.: W£B 164, (acht, WfO; ebenso 
in Li Ru Ev).--- Abltg.: inıddisc. BwD.: Afec.Voc 
(WWV 147 35). 


loh „place“, ahd. luog, altheim. Wort. ZbD.: Chron 
719 F, 931 F.--- Abltg.: logıan ‚collocare‘‘. Bw]).: Afe. 
HmTh II 454 ,,, HmS 25 5; Ev Mk 1,, (gesettan, Li Ru). - 
ZbD.: Wu 154 ,,; EdgOan (LITh U 250 ,‚).-- gelogian. 
BwD.: Afe.HmTh I 12 ;,;, 168 ,, u. sehr oft, HnıS 699, 355 
u.ö., HmA 1099, Gen 2,, 47 ,, u.ö., Deut 32 ,,, Test 8 1s, 
ll,; u.ö., Hex 85, 10:8, InterrSig (Anglia VII 30 55). 
Gr 192,2, 295,; ByH (Anglia VIII 306 ,); Liebm.Northu 
26.- ZbD.: WEB 170,3; (gestapelian, WfO), 171,, (ge- 
gaderian, WfO); Wu 8x; PsL 103,5, 112, (gestapalian, 
Ve); HyS 243; Seint 158 9; Chron 1023 D, 1052 D, 1090 E, 


=. AL. za 


1093 E, 995 F; Liebm. II Cn 76; ChTh 348, (Eduard d.B. 
garantiert die Freiheit von Bury St. Edmunds); ChE 230, 
(Cnuts Manifest); Fly Leaves Lehd (Lehd I 380 ,) ; AldhG] 
308, 4324; PrudGl 391 18 , 400 59-.-- gelogung. BwD.: 
De cons.mon. (Anglia XIII 407 z99)- 


lyffetan ‚„aduları“, heimische Abltg. von lufu, vgl. 
Cosijn, Aws.Gr. IL S. 167. Bwd.: RBenI 110 ,,; Afec.HmTh 
1492 ,, 494 ,, HmS 31, , HmA 97 ‚94, Gr 26 5: - ZbD.: 
WfB 35, (olecan, WfO), 34 3, (leasolecan, WfO).- Abltg.: 
lyffetere. BwD.: Afec.HmTh I 494 ,. , I 570 ,; u. ö., Voc 
(WWV 168 ,,)-- ZbD.: AldhGl 11,s--- lyffetung. 
BwD.: Est. of mon. (Lehd III 442 ;,); Afce.HmTh II 404 ,, 
560 ,, u.ö., HmS 7g8, 16,7, BasilAdm 8, Voc (WWV 
168 ‚;).- ZbD.: WEB 35 ıs ; 40 ı& (olehtung, WfO) ; Confessio 
(Anglia XI 113,,). 


mese, auch meose, mease, mıyse, „mensa‘, vgl. Pogat- 
scher, 8131; für beod, das ein gemeinags. Wort von höfischer 
Prägung war und noch im Me. fortlebte, dringt mese durch, 
ein Klosterwort, was aus der häufigen Verwendung abbodes, 
hlafordes mese zu ersehen ist. BwD.: RBen 49 ,,, 6235, 933, 
RBenl 56,, 77, u.ö.; Afe.HmTh I 330 ,,, II 114,, u. ö,, 
Gr 828 3,5; Ev Mk 733 (beod, Li Ru), L 22 ,,, In 2; (dise, 
Li Ru), L 22,,, (disc beod, Li Ru).- ZbD.: WIB 62, (beod, 
WfO).--- Abltg.: meshr&gl ‚„mapula“. BwD.: RBenl 
93 10- 


onhrop ‚nimietas, improbitas“‘, ahd. anaruof, zu ge- 
meinags. hropan mit frühags. wenig gebräuchlichem Präfix. 
BwD.: RBen 81,; Afe.HmThI 248 ,,; EvL1l;, (scendla 1 
scending 1 giornes, Li Ru). - ZbD.: WfB 156, (geornes, 
WfO); PsL 68 ;, (edwit, Ve). 

orpıan ‚(a)spirare‘‘, Neubildung zu gememags. oro). 
BwD.: Afe.HmTh I 86,, 456 ‚0 u.ö., Jos 10 ,., Hex 4, Gr 
22 4, 48,4 u.ö.; Ev Jn 33 (epian, Li Ru).- ZbD.: W£B 
146 .ı , ı3 (epian, WfO); Wu 33 8, 36,; HyS 98 ,,; PrudGl 
398 .16, 402,3. --- Abltg.: orbpung. BwD.: Afe.HmTh I 
614 ,,, II 474, u.ö., HmS 1,,,, Gen 2,, PaEp (LITh 11 
892 ,0), Lemp (Lehd III 272 55), Gr 3 13, Voe (WWV 179 .). - 


ZbD.: Wu 36 ,;; PsSpl 17 ıs (onebung, Ve); PrudGl 398 350 ; 
402 ,,.-- onorpung. ZbD.: PsL 17,s (onebung, Ve); 
Scint 112 >. 


pzecan „deludere‘“, vgl. Leo S.210. BwD.: RBen 9 ,;.- 
ZbD.: Wu 5535; HptGl 449 ,,.--- Abltg.: peca. BwD.: 
Afc.BaslAdm 4.-- apscan. ZbD.: EcgP (LITh U 
186 53); EdgCan (LITh II 270 ,,).-- bepxcan. BwD.: 
Afe.HmTh I 516 .„, 568; u.ö., HmS 56 , 12 99 u.ö., HmA 
6 113, Gen 3,3, Jud 16,, Gr 23,, 47; Ev Mt 2,. (beswican | 
belyrtan, Li; awsegan, Ru); ByH (Anglıa VIII 330 ;) ; Chron 
1132 E. - ZbD.: WfB 124 ,, (bysmrian, WfO) ; Wu 8x; Chron 
1015 E; Scint 109,; AldhGl 9x; HptGl 449 ,,; HarlGl 
(WWV 218 a8 , 237 11)--- bep&zcend. BwD.: Afe.-HmTh I 
102,, II 496,3, Voe (WWV 168 ‚.), Gr (WWV 335). - 
ZbD.: HptGl 481 ,,.-- bepsecung. ZbD.: AldhGl 
4%x.-- bepscestre. BwD.: Afc.Gr 28,. 


stunt ‚stultus“, wird von dem gemeinags. Vb. styntan 
neugebildet. BwD.: Afe.HmTh I 432,,, I 452 ,, u.ö., HmS 
817», HmA 7 70 , 63 970 , Deut 32 ,, Coll (WWV 100 ,), Gr 
(WWV 316 ,), Voe (WWV 165 ,„); Ev Mt 5, (idel l unwis, 
Li; dysig 1 dole, Ru), Mk 7 ,; (keine Entspr.). - ZbD.: WfB 
46, (dysig, WfO); Wu 55 5, 753, 286 33, 305 13; AldhGl 
56 g97.--- Abltg.: stuntlie. BwD.: Afc.HmTh I 472 55. - 
ZbD.: Scint 17,6--- stuntlice. BwD.: Afce.HmTh I 
17 1398, II 100 ,,, Gr 279 ,,:- ZbD.: Wu 285 ;,.-- stunt- 
nes. BwD.: Afe.HmTh I 208 ,,, II 554;, HmS I 1. , 
17 3,, HmA 6 ,35 , 96 15, , Hex 20.- ZbD.: Wu 52 ,7 , 58 1e; 
59 ,„; Scint 19,3.-- stuntscipe. BwD.: Ev Mk 7. (un- 
wisdom, Li Ru).- ZbD.: AldhGl 56 ,»,.- stuntsprace. 
ZbD.: Scint 97 50--- stuntwyrde. ZbD.: Wu 72 ır- 


stiepel „turris“, zu steap, Kluge 88 90/91; das Lehn- 
wort turris>torr (vgl. Pogatscher 8152) ersetzt durch ein 
heimisches. BwD.: Afe.HmTh I 22 ,,, II 472,,, HmS I 
27 39, 36 3975, Gen 11,, BasılAdm 38 o-14 , Voe (WWV 145,,), 
Gr (WWV 331,); Ev 4x (torr, Li Ru); Chron 1122 E. - 
ZbD.: WEB 170,8, 21, » (torr, WO); Wu 9955, 1005, 
105 ,; PsTı 60,, 47,3 (torr, Ve); PsSpl 47 ,;, 121, (torr, 


u 


Ve); Chron 1036 C, D, 1059 D, 1070 E; AldhGl 3971; 
HptGl 499 oo. | 


teart ‚acer, asper‘, zu teran; ein sicher altheimisches 
Wort, kommt erst ans Licht, sobald man in spätags. Prosa be- 
gann, von Geschmacksdingen zu schreiben. BwD.: RBen 52 ;, 
54,, 71,8, RBenI 59,; Afc.HmTh 1I 590 ;,, 592 ,, u. ö., 
HmSI 8,56; 11lg2-- ZbD.: WfB 26 ,,, 43, (grimm, W£fO); 
PsL 90, (grimm, Ve; rade, Li Ru; ungeryde Ev); HyS 
16,; AldhGl 1946, 898, 56 11e---- Abltg.: teartlie. 
BwD.: RBen 5,,, 129,0--- teartlice. BwD.: Afe. 
HmTh I 330 ;,,, HmS Il 25 ,.,:- ZbD.: Wu 248,5; Scint 
210,8; HyS 5 ,;; AldhGl 3011, 4336, 4730; HptGl 477 3, 
507 5; u.ö.- teartnes. BwD.: Afc.HmTh 1 330, , 578, , 
HmSI 11,5.- ZbD.: AldhGl 3158, 7 9, ; HptGl 480 ;.. - - 
teartnumol. ZbD.: HerbApul (Lehd I 152,). 


upflor ‚superiores partes domi‘‘, neue Zusammen- 
setzung. BwD.: Afc.HmTh I 314,, II 184,, u.ö., HmS I 
10 55 , 64 5, u.ö., HmA 108 304 , Jos 36, Jud 16 ,,, Gr (WWV 
3316, 949 15). - ZbD.: WEB 170,6, 0 (ufera del, WfO); 
Chron 978, 1083 E.--- upflering. BwD.: Afc.HmTh I 
296 ,, II 164, u.ö. 


weoce „wick of a candle‘‘, ahd. wıoh, mndl. wieke; weoce 
ersetzt tapor, ein kelt. Lehnwort, ir. tapar, vgl. Skeat, Etym. 
Dict. BwD.: Afe.Voc (WWV 126 39). - ZbD.: WfB 44 ,, (ta- 
por, WfO); Sax.Plant Names (Lehd III 348 col. I); AldhGl 
2759; HptGl 470,2; CleopGl (WWV 439 36, 498 2), HarlGl 
(WWV 204 ,,); PrudGl 391 ,,.--- Abltg.: candelweoe 
„funalia“. BwD.: Afc.Voe (WWV 154 ,,)-- ZbD.: CleopGl 
(WWV 404 35).-- elapweoc „linteolo ebrio“. ZbD.: Prud 
Gl 39X1 js- 


wılige ‚sporta”, zu ne willow „Weide“, vgl. Murray, 
NED. BwD.: Afe.HmTh I 182 ,;, 388, u.ö., Gr 55 ‚;, Voe 
(WWV 123,7, 179,6); Ev Mt 8, (cawllmond, Li; cawl, Ru), 
830 (eeol, Li Ru), 1537, (ceol, Li; sperta, Ru), 16,0 {mond, . 
Li; sperta, Ru).- ZbD.: WfB 110, (sperta, WfO); PsSpl 
80, (binn, Ve); BIGl (BIHm 263 ,); AldhGl 5x: HptGl 


Scherer, Ags. Wortgeographie. 3 


3 .— 


46857, 497 ,,1---- Abltg.: wiıligwise ZbD.: BIHm 
125 5, --- meox-wilige. ZbD.: PsL 80, (binn, Ve). 


witigend „propheticus“, zu gemeinags. witeg. BwD.: 
Guthl 130,6; 139 ı61--- wiıtigendlie. BwD.: Afe. 
HmTh I 352 33 , 540 5,, HmS I 18 38 ‚, 311010. - ZbD.: Aldh 
G16x; HptGl 416 ,;, , 492 33.-- forewitiendlice. ZbD.: 
AldhGl 1502.-- f{orewitig. BwD.: Est. of mon. (Lehd III 
436 ‚2), De cons. mon. (Anglıa XIII 370 ,,); Afe.HmTh I 
404 35, HmS 3,6; , Gr 44 19. - ZbD.: AldhGl 5xX.-- fore- 
witigıan. BwD.: Afe.HmTh I 50 ,;.- ZbD.: HyS 104, ; 
Chron 47 E; AldhGl 1541. 


woffian „blasphemare‘, Herkunft dunkel. BwD.: Afe. 
HmS 12139 .- ZbD.: Seint 95; AldhGl 3776, 4303; HptGl 
461,9, 50676. --- Abltg.: awoffian. BwD.: Afc.HmS 
lu; ByH (Anglia VIII 331 ,,).- ZbD.: AldhGl 2350, 4668; 
HptGl 461 ;6:.-- woffung ‚‚insania, blasphemia‘. BwD.: 
Ev L5 ,, (ebolsong, Li; Ru: -), 24 ,, (fromdo word, Li Ru).- 
ZbD.: WEB 65 ‚; (unstilnys, WfO). 


Der große Aufschwung der Literatur in der spätags. Zeit, 
das Nenaufkommen einer medizinischen und naturwissen- 
schaftlichen Literatur und der theologischen Dialektik brachte 
es mit sich, daß eine ganze Reihe altheimischer Wörter jetzt 
erst Jiteraturfälig wurde, da jetzt erst eine Möglichkeit für 
ihre Verwendung bestand: ablycgan, cyf, hwwde, loh, messe, 
paccan, teart. | 

Von in Gebrauch befindlichen Wörtern werden Neu- 
bildungen abgeleitet: cumlipe, cewisan, geongling, haeffen, 
iddise, lyffetan, orbian, upflor, witigend; das Lateinische gibt 
teilweise das Muster: aedifieium: getimbrung; alte Formen 
werden durch frühags. wenig gebräuchliche Präfixe verdeut- 
licht: behreowsian, besargian, onhrop, oder durch ein Suffix: 
angsum, oder auch durch eine Zusammensetzung: carful, 
efenl:ecan ; durch Bedeutungsänderungen alter Formen werden 
‚neue Begriffe in die Sprache gebracht: acumendlic, gelangian ; 
künstlich wird von styntan stunt als Grundwort abgeleitet. 

Bei dieser anscheinend systematischen Reform der heimi- 


u, HA 


schen Sprache besann man sich auch auf manches heimische 
Wort, dasein außergerm. Lehnwort ersetzen konnte: torr wird 
ersetzt durch stiepel, carcer durch cweartern, sperta durch 
wilige, das kelt. tapor durch weoce. Das germ. cnapa dagegen 
wird aus dem Ahd. neu übernommen. 


V. Kapitel. 


Gemeinags. Wörter im Aussterben. 


Eine Menge ags. Wörter verschwand im Mittelengl. und 
noch mehr im Neuengl. Darüber handeln die Kieler Diss. von 
Hemke, Oberdörfer, Offe und Teichert. Aber bereits ını Ags. 
finden wir manche Wörter, die ın der alten Zeit gang und 
gäb: waren und die man in den letzten Jahrhunderten nicht 
mehr oder fast nicht mehr verwendete. 


»fweard ‚„absens“‘. BwD.: Bd 264, (in Hs. O, Ende des 
10.Jh.; Hs. B, Mitte des 11. Jh., hat „aefterweard“, der 
Schreiber verstand ‚.„efweard‘“ nıcht mehr); Guthl 154,, 
165 97; Afd.Past 453,.--- Abltg. efweardnvs. BwD.: 
Afd.Bt 28.,.- ZbD.: WfO 29, (framsıde, WfB), 35 3%, 
127 ;, (auch noch ın WB). 

&spring „fons“. BwD.: Az 134; Ph 104; Sch 77; Ve 
67 97; Bd 518,; Afd.Past 48 ,, 307 ,.- ZbD.: WfO 34 1, 
94 ,,„, 129, (welle, WfB; dass. Wort auch ın Li Ru Ev, \Ik 
559); Wu 217 ,; BIHm 29 „, (III); Met 5 ;>- 


zpeleund ‚„nobilis“, «bel selbst stirbt um 1450 aus 
(Oberdörfer S.40). BuD.: Hö 1.- ZbD.: WfO 22, (wbel- 
boren, WfB; ebenso Ev L 19,5, wo ın Lı Ru welboren 
steht). --- Abltg.: epeleundnes. BwD.: Afd.Bt 68,,. 

broga „terror“. BwD.: Beo 583, 1291, 2324, 2565; Gu 
55, 111; Cyn.Criı 793, Jul 196, 376; Dom 23, 71: Gen 1037, 
1395, 2552; Rä 4 ;,; Jud 4: Ve 87 ,,.; Afd.Bt 104 ,;, Sol 
29,7, Past 17,; Afe.Lev 26,.- ZbD.: WfO 28, (hream, 
WfB), 163, (ege, WfB); Wu 9x: Chron 991 A, E; PsSpl 
87 ‚7 (dass. Wort schon in Ve; Ev L 21, egsa. Li Ru fyrht- 
nisso); Ps 87 6; 103 3; Sal 125, 131. 

3# 


BE. 


feondgyld ‚idolum‘“. BwD.: Li Mt 4, (tintreg, Ru 
Ev). - ZbD.: Ps 105 ,,; W£fO 123,, (deofolgyld, WfB), 
1215, , 189, , 232 15, 234 ,ı (ohne Entspr.). 


forslean ‚occeidere“‘. BwD.: Gen 2022; Liebm.Abt 
50; Mart (Shrn 134, , 145); Afd.Bt 34 36 , 37 8, Ors 33 3, 
60 ;; u. sehr oft, Liebm. 50; Ine Rubr. 74; Chron 882 A; 
Afc.HmA 111za9- - ZbD.: WfO 57, (forberscan, WfB); 
Cp 1637 (Ep 744), 1662 (Ep 814); CleopGl (WWV 355 3, , 
396 35, 469 3,)- 


gnorn „maeror‘. BwD.: Beo 2658; Cyn.Cri 1576, El 
422, 1139; Gen 2420. - ZbD.: Reim 49; DomL 86. --- 
Abltg.: gnorn, Adj. BwD.: Runenk. (Txts S. 127 ,); Exod 
454. - ZbD.: Ps 1039- -- gnornian. BwD.: Be 1117; 
Gu 5x; Cyn.Crı 971, El 1260; Gen 770, 841; GnEx 26; 
Seef 92; By 315; Chad (Anglia X 14796); Ru, 0 11 
(hwaestrian, Li; murcenian, Ev); Ve 58,6, 105 5,; Bd 156 ‚,; 
Afd.Bt 24 ‚3, 138 16 10, Past 225 ,.; Afec.Gr 36,; Ev Mk 
10, (seofian, Li Ru). - ZbD.: BiHm 1133, (X); PsSpl 
58 ‚6 , 105 3; (dass. in Ve); Ps4x.--begnornian. BwD.: 
Beo 3179; Gen 243. -- gnornung. BwD.: Gu 516; Li 
Ru, L 1, (wroht, Ev); Bd 386 ,,; Afd.Bt 5x, Ors 45 ,,, 
122 ,1; Afc.Gr 36 ,,. - ZbD.: WfO 148, (sarınys, WfB); 
Wu 140,; BIHm 87,, 9130 (VII); Seint 20,5 Edg 39; 
Metr 3 ,0; Sat 334; KentGl (WWV 703). 


hyrıan „imitarı“. BwD.: Afd.Bt 108,,, 146,. --- 
Abltg.: hyring. BwD.: RBen 69 ,,, 124 ,3--- zfter- 
hyrian. BwD.: Bd 273,8. - ZbD.: WfO 182,, (keine 
Entspr.).--ofhyrıan. ZbD.: WfO 120 ,, (ohne Entspr.). 
-- onhyrıan. BwD.: Rä 9,,, 254; Bd 20, u. sehr oft; 
Afd.Bt 139 ,,, 146 , , ı7 , Past 231, , 397 , u.ö. - ZbD.: WfO 
20 ,, (geefenlacan, WfB); Wu 253,0; BIHm 21,, zwei mal 
(II); Ps 36,, 7 u.ö.; EcgP (LITh II 2285); KentGl 
(WWV 79;,). -- onhyriend. ZbD.: WfO 23, (efenlacend, 
W#fB); AldhGl 364; HptGl 415 ,; CleopGl (WWV 395 a6 
50833). -- onhyring. BwD.: Afd.Past 397,; RBen 
131,3; Afe..HmS 23b;,.--onhyrenes. BwD.: Bd 75,, 
524,7; Afd.Past 103 ,,- - ZbD.: WfO 50, (ohne Entspr.). 


en AT nn 


lifen „alimentum‘. BwD.: An 1125. - ZbD.: Cp 2119 
(Ep 1057). --- Abltg.: anleofa. BwD.: Leas 20; Sat 
522; Bd 55 1,1; 0; Afe.PaEp (LITh UI 372 53,). - ZbD.: 
BiHm 169 ;s (XIV), 2135, (XVIID. --andlifen. BwD.: 
Gen 933; Ph 243; Bd 62,, 41,5 u.ö.; Guthl 119, , 126 55; 
142 30, 15090; Afd.Bt 30,, Past 315 395, Ors 180,9; Afe. 
HmS 1134, Gr (WWV 108,); Ev Mk 12, (gebrengnisse, 
Li Ru), L 3,, (nest, Li Ru), 21, (lifodsen, Li Ru). - ZbD.: 
WiO 145, (meteleast, WfB), 201, (ohne Entspr.); Wu 
259 9; Ecelnst (LITh II 404,, 420 ,); HptGl 429 ,.; Cleop 
Gl (WWV 393 15, 492 38); KentGl 86 5: 

. nepan ‚praesumere“. BwD.: Beo 510, 538; Cyn.Jul 
302; Rä 26,, 54,3; Gen 2060; Run 21; Jud 277. - ZbD.: 
W£O 18 ‚0 » 35 , (gedyrstlacan, WfB). --- Abltg.: genepan. 
BwD.: Beo 7x; Oyn.Ap 17,50; An 952, 1353; Exod 570; 
Seel 119; Afd.Ors 33 30 , 77 g0 u.ö.; Liebm.JudDei VIIIl,.- 
ZbD.: WfO 73,,135, (gedyrstlecan, WfB); Metr 13,9. -- 
neping. BwD.: Gu 99; Afd.Ors 136 ,. 

seofian „queri‘. BwD.: Gu 201; Cyn.Jul 537, Seef 
10; LiRu Mk 8,, (geomrian, reowsian, Ev), 10 ,, (gnornian, 
Ev); Bd 231,,; Afd.Past 48,, Bt 11x, Sol 47 ,., 48;; 
RBeu 14,3. - ZbD.: WfO 35 ‚; (ohne Entspr.); Wu 133 .,; 
Metr 2,, 2635; Sal 267; Op 645 (Ep 332); HarlGl (WWV 
202 91» 19 216 90 , 217 3). --- Abltg.: seofung. BwD.: Bt 
59 95, 67 99, 143 ,, 193. - ZbD.: Metr 16... 

pscele ‚lucerna“‘, vgl. S.17. BwD.: Li 12x, Ru; 
6x, Ru, 25, (leohtfat, Ev); Rı 105 ‚0, 106,, 167,,,.; Bd 
476 15. - ZbD.: WEO 117 35 (bleese, WfB); EpAl (Nar 14 ,;, 
23 36); Dal 418; OleopGl (WWV 266 3; , 490 ;,)- 


VI. Kapitel. 
Ergebnisse. 


Eine Reihe von Wörtern in WfO hat sich als rein anglısch 
erwiesen: acteownys, bebycgan, bisene, ebian, fracod, geornes, 
gistlibnys, gneap, halettan, hatian, herenes, hleopor, holunga, 
huhugu, lixan, medmicel, nenne, nydniman, semninga, stillan, 


ERS |: TaBABOR 


breodian, pzecele, unlifigend, winnan, witedom und witege. 
Rein sächs. Wörter finden sich in WfO gar nicht. Weerferth 
ist daher als Angle zu betrachten, und die alten Berichte haben 
wir so zu deuten, daß sie dieser Haupttatsache nicht wider- 
sprechen. 

Beinerkenswert sınd verschiedene Wörter, die bei Warf. 
zum ersten Mal begegnen; einige sind überhaupt nur bei ihm 
zu finden: geredelic, laeceiren, samodgang, underngeweore;; die 
meisten tauchen später auch anderswo auf, und zwar in fol- 
gender Weise: 


boldgetal ,„domus, vieus, provincia“. BwD.: Afd. 
Liebm. 37. - ZbD.: WfO 45 35 (scır, WfB), 185 93 , 229 4, ı0 


(ohne Entspr.).-- Me. nicht mehr belegt. 


eallice „‚‚universus, catholieus“‘, vgl. Kluge S 237. 


BwD.: Bd 435 ,;:. - ZbD.: WfO 162 ,, (geleafful, WfB). 


bileofa ‚subsidia, sumtus, stipendium“. BwD.: RBen 
61 ,,, 643, 12; Afe.HmS 7 96 , 25 765 u. ö., HmA 52,5 , 68 73 
u.ö., Gen 65,, Gr 82,5, Voce (WWV 114;,); Guthl 118 5 , 
126 5;,. - ZbD.: W£O 685, 69,, (andlyfen, WfB), 685, 
(help, W£B); Wu 215 go , 285 a6 » 293 19 , a3; LaeceBoc (Liehd 
II 210,3); AldhGl 992, 1571, 2193, 4833. -- bileofen. 
BwD.: RBen 55 .,, 59,5; Afe.HmS 30 ,,, HmA 85 ja - - 
ZbD.: LaceBoc (Lehd II 134 5,); Oleopal (WWV 492 3,). 
--- Abltg.: beleofian. BwD.: Guthl 1195, 126 5. -- 
Me.: AR 168; Langl 2,8, 621; RGl 827, 10197. 


ın ellhygd ‚„extasim‘. ZbD.: W£O 108, (on wafunge, 
W£B); LaceBoe (Lehd II 258 3): -- Me.: -. 


geredelic ‚„plenus‘, zu rede, „just, right“ (?); dae 
Wort stelit nicht ın BT, Leo, Sweet, Hall; me. ebenfalls 
nicht belegt; ags. nur in WfO 102 ‚„’ (fullic, WIB). 


godıan „jJustificare“. BwD.: Reim 32; Afd.Past 
23119; Est. of mon. (Lehd III 438,0, 442 ,,); Afe.-HmTh 
I 124 ;,, 11468 ,,, HmS5 ‚u; Chron 1137 E. -- ZbD.: WfO 
40 ,, (rhtwiısian, WEB); Wu 14 ,,, 4929, 157 6, 243 01; 
Chron 959 E, 963 E, 1052 E; Liebm.Ger 13, V Atr 83,, U 
Cn 11,; EdgCan (LITh II 282,, .); HerbApul (Lehd I 


u 390 


80,); AldhGl 1932; HptGl 51347. --- Abltg.: gego- 
dian. BwD.: RBen 108,,, De cons. mon. (Anglia XIII 
375 1482); Afc.HmTh I 452,53, H 468 ,„, HmS 6,1, 27 134 
u.ö. - ZbD.:. Wu 34 ,,, 257 ,,; Ps 136,; Chron 1086 E; 
HerbApul (Lehd I 72 ,,); Scint 178,; AldhG1 7x. -- Me.: 
goden Orm 6x; gegoden AR 386, 428. 


lece-ıren ‚medicinale ferramentum‘“. ZbD.: WfO 


32 9; (blodseax, WfB). -- Me.: -. 


liflad ;,conversatio‘. BwD.: RBen 9,,; Afc.HmS 
33398. - ZbD.: W£O 106, (drohtnung, W£B). --- Ablte.: 
rihtliflad. ZbD.: WfO 336, (keine Entspr.). - Me.: 
AR 350, 352, 362; Fer 2495; Gow 5 yoeı » O 798; Hom I 85 
(de natale Domini), II 17 (Credo), 143, 153 (de St. Maria 
Magdalena), 31 (Pater Noster); HM 5, 9, 13, 25; Langl 
6X; Maund 293; StMarh 20; RGl 6371, 6862, 8331. 


munuclif ‚conversatio‘. BwD.: Bd 220,0, 508, u. 
ö.; Afd.Ors 6;,; RBen 111,, 134,0; Afe.HmTh I 118;,, 
506 „,, HmS 6 8, Gr1,s; Guthl 111 ,,.- ZbD.: W£O 9 30, 
104, (drohtnung, WfB); BlHm 213,, (XVIII); Chron 975 
E; HptGl 41235. -- Me.: Laz III 191, 296; Orm I 217, 
218, 219. 


paell, vgl. Pogatscher $191. I. „purple“. BwD.: Bd 
8 51; Afc.Coll 22,.- ZbD.: Chron 1075 D. -- I. ‚„‚pallium‘“. 
BwD.: Afc.HmTh I 508 ,,,;, HmS I16,.;,, HmA 9 ,,, @l 
257 34. - ZbD.: W£O 176, (ohne Entspr.),; BlGl (BIHm 
260 50); StAndr 46 ,;; Chron 1075 D, 1086 E. --- Abltg.: 
px&llen. BvD.: Afc.HmTh 1 64 ‚; , 458 3, u.ö. -ZbD.: WfB 
131 3 (godwebben, WfO); HR 103,8; StAndr 42 ,3. -- Me. 
lebt nur pall „pallium“ fort: Kath 1461; Laz 16x; Orm 
1283; pöellen: Alex 1517; Laz II 576. 


pilece „melotis“‘, Pogatscher 8 73. BwD.: Afc.Gr 
(WWV 328 ,,), InterrSig (Boutr.Serd 20 38). - ZbD.: W£O 
116,3; (ceppa, WfB); Chron 1075 D. -- Me.: -. 


samodgang „ascensus“. ZbD.: WfO 170 ;; (staeger, 
W£B). -- Me.:-. 


== A, 2 


smeapancol „subtiliter‘. ZbD.: HptGl 410... - 
Abltg.: smeapancle. ZbD.: W£fO 344 ,, (-). - smea- 
banclie. ZbD.: PrudGl 38955. -- smeapanclice. 
BwD.: ByH (Anglia VIII 309 55). - ZbD.: WfO 175, (-). -- 
smeapancollic. BwD.: Afc.HmTh I 4123, II 172 e; 
HmS I 3;, soo. - ZbD.: WfO+B 172,,, WEB 148 ,, 
(smealic, WfO); HptGl 431,9. -- smeapancolnes. BwD.: 
Afc.HmTh I 80 ;,. - ZbD.: W£O 336 4 (-). - - Me.: -. 


undern-geweore „prandium“. .ZbD.: WfO 66 > 
(gereord, WfB), 186; (-). -- Me.: -. 


wıperian „obviare. BwD.: Afc.HmTh I 552, 
II 66 ;, u. sehr oft, HmA 4,,, Deut 32 ,,, Gr 145 ıs , 2199; 
Liebm.Northu 45. - ZbD.: Scint 33 90 , 611, u. ö.; PsL 3;, 
34 ‚a (widerbrocian, Ve); HptGl 426 ,,. --- Abltg.: wip- 
wiberian. ZbD.: WfO 117 ,, (wipstandan, WfB). - Me.: 
AR 238; Hom II 123 (Sermo); Orm 5x; StMarh 14. 


wol „pestis““. BwD.: Bd 37 ,,, 38,7 u. sehr oft; Afd. 
Bt 13,, 67, Ors 70,2, 158 ,, u.ö., Past 435 ,,; De cons. 
mon. (Anglia XIII 33,16); Afe.HmS I 17 73. - ZbD.: WfO 
118,0 (ewalu, WfB); MeddQuadr (Lehd I 330,, ı u.ö.); 
CleopGl (WWV 437 ,,)- --- Abltg.: wolberend. BwD.: 
Bd 37,0; Afd.Past 435 9, 3: u.ö.; Guthl 121,.g. - ZbD.: 
W{O 104,, (deadberend, WfB); Ps 1,, 10,; EpAl (Nar 
153: , 1417 u.ö.); MeddQuadr (Lehd I 326 ,,). -- wol- 
berendlic. ZbD.: Chron 1086 E. -- wolbzsrnes. 
BwD.: Afd.Ors 62 ,,. -- Me.: -. 


wyrtgeard „hortu“. ZbD.: WfO 25,, (wyrttun, 
WfB), 180 3; (-); PsSpl 143 16. -- Me.: Wyel 3 Kings 215. 


Man darf dabei nicht vergessen, wie wenig Prosa über- 
haupt in früher Zeit bei den Sachsen vorhanden war und wie 
wenig zusammenhängende Prosa bei den Angeln. Was über 
den Kreis der Evangelien, Psalmen, der einfachsten Legende, 
der Rechtsbücher, Annalen und Schülerglossare, sowie über 
die Poesie hinausging, blieb bis herab zum Ende des 9. Jh. 
literarisch unwichtig. — Sehen wir genauer zu, warum wohl 
die obigen Wörter vor Wierferth nicht vorkamen, so ergibt. 


— 4 — 


sich bei einigen, daß sie gelehrter Art waren: eallice, lace- 
iren, paell, smeapancol, wol; bei anderen, daß sie speziell dem 
theologischen Schulgebrauch angehörten: godian, liflad, mu- 
nuclif; und wieder bei anderen, daß sie sich auf Dinge des 
gewöhnlichen Lebens bezogen, für die selbst in der Bibel und 
den alten Gesetzen keine Verwendungsgelegenheit war: bi- 
leofa, boldgetzel, wiberian, wyrtgeard. Bei den übrigen, ın 
ellhygd, geredelic, pilece, samodgang, underngeweorc, mag 
Zufall im Spiel sein. 


In W£B finden wir ebenso klare, nur andere Verhältnisse. 
Wo der Bearbeiter von dem Sprachschatz des Originals ab- 
weicht, gebraucht er rein sächs. Ausdrücke: apelboren, axung, 
ceast, clud, dyrstlacan, gefredan, gehealdsum, greada, hreows- 
"ung, leorningceniht, nealice, rihtleecan, tendan, truma, tucian, 
peslie, unmyndlinga, upahafenys, witegung, weorod. Oft 
sind es sogar Wörter von nur spätem Vorkommen: ablycgan, 
acumendlic, angsum, carful, cnapa, cumlipe, cweartern, cwısan, 
cyf, behreowsian, besargian, efenlacan, gelangian, geongling, 
getimbrung, haefen, hwaede, iddise, lyffetan, loh, mese, onhrop, 
orbian, pscan, stunt, stiepel, teart, upflor, weoce, wilige, 
witigend, woffian. Wir werden ihn daher dem Süden des 
Landes zuweisen, und nicht lange Zeit vor der Hs., also um 


1000. 


Demnächst zieht Wulfstan als ein mit Namen und 
Stand uns bekannter Autor von persönlicher Prägung unsere 
Aufmerksamkeit auf sich. Er hat eine Reihe entschieden angl. 
Dialektwörter, jedes einmal, belegt: fracod, geornes, herenes, 
hleoprian, semninga, preodian, winnan. Alle diese Wörter sind 
sehr reichlich als angl. bezeugt, zeigen aber auch, mit Aus- 
nahme von fracoö und preodian, je eine sächs. oder spätws. 
Ausnahmsverwendung. — Auf der anderen Seite verwendet 
Wu auch ein paar Wörter von spezifisch sächs. Art: hreowsung, 
rihtlaeccan und witegung. Alle drei sind sehr oft und nur sächs. 
belegt und mit ziemlicher Sicherheit zu beurteilen. Endlich 
ist ihm eine größere Anzahl Wörter später Art eigen, bei 
denen sich sächs. und allgemein ags. Charakter nicht gut 
sondern lassen. Es sind meistens Wörter recht allgemeiner 


— 2 — 


Art, die mit bemerkenswerter Häufigkeit vorkommen: ang- 
sum, behreowsian, carful, cumlipe, cweatern, efenlaccan, hafen- 
leas, logian, orpian, psecan, stunt, stiepel, teart. Daraus ergibt 
sich, daß Wu ein Mann von gemischtem Sprachgebrauch war; 
ob er von Hause aus als Sachse oder Angle zu gelten hat oder 
als Mann einer Grenzgegend, ist unsicher; in jedem dieser 
Fälle kann er später durch längeren Aufenthalt und theolo- 
gische Arbeit sich noch einen zweiten Wortschatz angeeignet 
haben. Sicher ıst nur, daß er nicht als reiner Sachse und 
ebenso wenig als reiner Angle anzusprechen ist. Sein Fall ist 
in dieser späteren Zeit wohl ein typischer. 

Ähnlich gemischtes Sprachgut wie bei Wu finden wir bei 
dem Confessionale und Poenitentiale und in den Metren des 
Boethius..- Das Confessionale und Poenitentiale 
wurde in lateinischer Sprache verfaßt von Ecgberht, 735-766 
Erzbischof von York. Später wurde es ins Ags. übersetzt (Hs. 
C.C.C. 190, 11. Jh.); naheliegend ist anzunehmen, daß diese 
Übersetzung auch in York gemacht wurde. Die vorkommenden 
angl. Dialektwörter holunga und medmicel stützen diese An- 
nahme. Neben diesen angl. Wörtern steht aber auch sächs. 
ceast und spätes — nur sächs. belegtes — cumlipe und ge- 
ongling. Sollte in York nicht bloß sächs. Wortform (Priester- 
gesetz), sondern auch sächs. Wortvorrat eingedrungen sein? 


Die Metra des Boethius haben auf der einen Seite ang]. 
hleoprian, lixan, winnan, auf der andern sächs. axung, tucian, 
unmyndlinga; sie zeigen aber keine späten Wörter. Sie sind 
als ein Mischprodukt anzusehen, in Erinnerung daran, daß 
auch nach Alfred noch ein Teil des angl. Gebietes unter sächs. 
Herrschaft dänenfrei geblieben ist und daß gewiß viele An- 
geln in sächs. Klöstern Zuflucht gefunden hatten. 


Über die Bliekling Homilien zu urteilen ist ziem- 
lich schwierig, weil man sie durchaus nicht mit Sicherheit 
alle einem einzigen Autor zuschreiben kann. Hier lehrt uns 
nun der Wortschatz mit bemerkenswerter Einmütigkeit, daß 
es sich um angl. Produkte handelt: 


Hom. I. halettan, lıxan, medmuicel 
II. nemne 3X , medmicel 


in Agıer 


Ill. medmicel 
V. bebycgan, geornes, medmicel, gewin 
VI. medmicel, wıtedom 
VI. geornes 
VIII. winnan, gewin 
X. medmicel 
XI. medmicel, wilige-spät 
XIII. halettan 3X, semninga 6x, winnan 
XIV. nemne 
XV. medmicel, gewin 
XVII. huhugu 2x, nealice-sächs. 
XVIII. nemne, semninga, gewin 
XIX. medmicel, gewin 


Das sächs. nealice, das in der XVII. Hom. einmal begegnet, 
ist ein nicht sehr gut belegtes Wort; seinem Vorkommen ist 
kein großes Gewicht beizumessen. — Auffällig ist aber das 
Fehlen gemeinags. Wörter später Art; eine einzige Ausnahme, 
ın der XI. Hom., ist festzustellen, und diese betrifft ein Wort 
von nicht sehr häufiger Verwendung in der Literatur: wilige. 
Es ist in späten Werken gut belegt und scheint sächs. zu sein; 
die Angeln gebrauchen dafür binn, cawl, ceol, mond, sperta. 
Es ist bedenklich, wegen eines so für sich stehenden und an- 
greifbaren Wortes den BIHm eine andere Herkunft zuzu- 
schreiben als angl. Und nicht einmal einer spätangl. Klasse 
können sie angehören; man wird sich entschließen müssen, 
sie vor 868 anzusetzen, wenn auch die erhaltenen Sprach- 
formen viel jünger sind. 


Rein angl. Wortbestand weisen weiterhin die Epistola 
Alexandrı, das LacceBoc und Salomon und Saturn auf. 


In der EpistolaAlexandri finden wir ebian, halet- 
tan, hleoprian, lixan, semninga, paecele.. — Daß das Denkmal 
angl. ist, bedeutet ein großes Rätsel. Die Hs. (Vit.A.XV) 
wird von Sitham und Förster um das Jahr 1000 angesetzt; 
zwischen der Wiederbelebung der angl. Klöster durch Aöpel- 
wold-Edgar und der Hs. bleibt dann nur ganz knappe Zeit, 
Soll man das Denkmal vor 868 ansetzen? Dann fällt es aus der 
meist geistlichen Prosa der frühags. Zeit heraus; das völlige 


Zr AN ze 


Fehlen später Wörter scheint diese Datierung zu unterstützen. 
Vielleicht wurde aber in irgendeinem Winkel Angliens auch 
nach 868 noch die literarische Betätigung aufrecht erhalten, 
oder ein Angle in einem sächs. Kloster hat diese Übersetzung 
im Laufe des 10. Jh. gemacht. 


Das L&ceBoc enthält angl. geornes, ebian, hatıan, hu- 
hugu, medmicel, nemne, semninga. Aus dem Bestande fällt 
heraus das späte — nur sächs. belegte — hwiede. Seiner Ab- 
leitung nach müßte es längst im Ags. existiert haben (vgl. 
0.8.30); sein Vorkommen besagt nicht allzuviel. — Die Hs. 
des LaeceBoc (Reg. 12 D XVII) stammt aus der zweiten Hälfte 
des 10.Jh.; ein Parallelfall zur Epistola Alexandri. 


In Salomon und Saturn — Hs. C.C.C. 422, Ende 
des 10.Jh. — begegnen epian, hleoprian, pacele, winnan. 
Späte Wörter fehlen gänzlich. Metrische Gründe (vgl. Brandl, 
S. 1092) und der Hinweis auf den bevorstehenden Weltunter- 
gang sprechen aber für eine Entstehung kurz vor 1000; das 
Fehlen später Wörter ist wohl Zufall. 


Den Pariser Psalter — Hs. Fonds lat. 8824 — hat 
Heinzel in bezug auf die Wortwahl mit seinem Wortmaterial 
aus dem altangl. Psalter untersucht (SS. 117/118). Er kommt 
zu dem Ergebnis, daß der Versteil angl.-poetisch-altertüm- 
lichen Wortbestand hat, der Prosateil rein sächs. ist. Meine 
Ergebnisse aus den Waerf.-Wörtern bestätigen seine Beobach- 
tung: im Versteil begegnen keine sächs. und keine späten, 
sondern nur angl. Wörter: bebycgan, epian, fracod, herenes, 
hleoprian, lixan, nemne, semninga, winnan; im Prosateil die 
sächs. truma (Ps 26,) und tucıan (44 ,,). 


In den Annalen finde ich an Dialektwörtern nur Aus- 
drücke, die nach meinem Untersuchungsmaterial zur süchs. 
Art gehören: spelboren, tendan, truma, tucian, witegung; 
und zwar erscheinen sie in Plummers Register ausnahmslos 
als der Fassung E angehörig ; das ist umso bemerkenswerter, als 
E dis Peterboroughfassung ist und die Eintragungen von 1122 
bis 1154 im ostangl. Peterborough gemacht wurden. Die Ein- 
tragungen, in denen die sächs. Wörter vorkommen, erstrecken 


4 — 


sich zeitlich auf die Jahre 605 bis 1083. Inhaltlich sind nur 
zwei Eintragungen mit solchen Wörtern so gehalten, daß sie 
angl. Dinge berühren, nämlich die zu den Jahren 605 (wite- 
gung; Aöpelferth, König der Nordh., schlägt die Briten bei 
Chester) und 654 (aebelboren; Gründung von Peterborough). 
Daraus ist — wenn auch mit Vorsicht — zu schließen, daß 
die Redaktion der Annalen, gleichgültig ob sie sächs. oder 
angl. Herkunft waren, bis um 1100 in den Händen von 
Sachsen lag. Die beiden in Frage stehenden Wörter sind durch 
zahlreiche Fälle als rein sächs. bezeugt, was obiger Behauptung 
zur Stützung gereichen mag. 


Eine ganze Reihe von Denkmälern ist ferner als rein 
spätws. zu erweisen. 

Defensors Liber Scintillarum, eine Sammlung von 
Aussprüchen der Kirchenväter, wurde ins Ags. interlinear 
übersetzt — Hs.Royal Ms.7C, Anfang des 11.Jh. Diese 
dürftige Version hat sächs. axung, c&ast, gerihtlaecan, healdsum, 
tendan, paslic, weorod und spätes angsum, besargian, carful, 
efenlaeecan, behreowsian, hwiede, logian, orpian, pacan, stunt, 
teart und woffian. 


Die Surtees-Hymnen, die Stevenson aus der Hs. 
B III 32 der Durhamer Cathedralbibliothek, 11. Jh., in der 
Surtees-Society 6GBd. XXIII) herausgegeben hat, weisen eben- 
falls nur sächs. (sepelboren, ceast, paeslic, weorod) und späte 
Wörter (besargian, gelangian, logian, orpian, teart, witi- 
gend) auf. 

Die Legende von der Auffindung desheiligen 
Kreuzes — Hs. Bodl. Auct F IV 32 — enthält sächs. 


axung, witegung und spätes carful. 


Die Ecclesiastical Institutes, eine Sammlung 
von Pristervorschriften — Hs. C.C.C.201, ca. 1060 —, sind 
durch die sehr gut belegten sächs. peslie und upahafenys 
und das späte cumlipe als spätws. bezeugt. 


Das Herbarıum des Apuleius — Hs. Vit. C. III, 
ca. 1050 — ıst wegen des sächs. nealice und weorod, wegen des 
Fehlens jeglicher angl. Dialektwörter und wegen des späten 


u A, 


teart als spätws. Denkmal anzusehen. — Das Herbarıum 
des Dioscorides, aus ders. Hs., hat neben sächs. weorod 
angl. hatian; hatian begegnet zweimal bei Afe., beweist also 
hier auch nicht sonderlich vıel. Da das inhaltlich ähnliche, 
ın ders. Hs. stehende Herb. des Apuleius sächs. ist, dürfen wir 
wohl vom Herb. des Dioscorides dasselbe behaupten. 


Ohne angl. und sächs. Dialektwörter ist die Übersetzung 
von Bedas „De somnıiorum eventu überliefert. Die 
späten angsum, carful und cumlipe sind zwar alle drei nur 
sächs. belegt, bieten aber keine Gewißheit, daß das Denkmal 
diesem Dialekt zugesprochen werden muß. 


Der theologische Wortschatz der ‚Dialoge‘ liefert für die 
Gesetze natürlich nur wenig Material. Cnuts Gesetze haben 
einmal angl. nydniman und einmal spätes logian; bei Edgar 
sind belegt je einmal die sächs. unmyndlinga und hreowsung, 
und je einmal die späten gelangian, logian und paccan; im 
Gerefa einmal das späte cyf. Aus alledem läßt sich nichts über 
die lokale Herkunft der Denkmäler sagen. 


Ebensowenig über andere Denkmäler, die auch nur ein 
einziges Scheidewort aufweisen: das Evangelium Niceodemi 
(Hs. Vit. A. XV) das sächs. gedyrstlacan; der Pseudo- 
Matthäus (Bodl. Jun.22) das angl. preodiag; die Biographie 
der Mildsith (Oal. A. XIV) das sächs. «pelb@en ; das Roman- 
fragment des Apollonius von Tyrus (C.0.C.201) das sächs. 
eebelboren ; die Laenunga (Harl. 585) das angl. bebycgan; die 
Medicina de Quadrupedibus (Vit. C. III) das angl. winnan, 
und die Observatio lunae (Tib. A. III) das sächs. gehealdsum. 
Diese Denkmäler werden erst beurteilt werden können, wenn 
der gesamte ags. Wortschatz vom Standpunkt der Wort- 
geographie und -chronologie aus untersucht sein wird. 


Wortverzeichnis. 


Lateinisch-Angelsächsisch. 


Absens «efweard 85 

acer teart 33 

acies truma 23 

adhibere gelangian 29 

adulare /yffetan 31 

aedificium getimbrung 29, 34 

aestuare hatian 14 

ala 3 

alimentum Zifen 37 

aliquantulus medmicel 16 

alius 3 

ancilla mennen 11 

angustus ange 10; angsum 26; 
hwwede 30 

anima 4 

arcessere gelangian 29 

ardere tendan 22 

ascensus samodgang 39 

asper teart 33 

aspirare orbian Bl i: 


» 
Blasphemare woffian 34 


Caecus bisen 13 

carcer carcer 28; cweartern 28 
catholicus eallic 88 

cessare 3 

claudere clysan 12 

collocare logian 30 

contumelia fracod 13 
conveniens breslic 23 


conversatio liflad 39; munuclif 39 


eruentare tucian 23 
cupa 28 


Defunctus unlifigend 17 
deliberare breordian 17 
deludere pwcan 32 
discipulus leorningentht 22 


disponere 3 

dolere besargian 27 
dolium cyf 28 
domus boldgetel 38 
duleis weorod 24 


Ebrio linteolo clap-weoc 83 
extasim in elllıygd 88 
exultatio upahafenes 24 


Favor herenes 15 

fere huhugu 15; nealice 22 
ferramentum medicinale l&ce-iren 89 
finiri 4 

fons &espryng 35 

fugare fliyan 12 

fulgere lixran 15 

funalia candel-weoc 83 


Hortus wyrtgeard 40 
hospes 28 

hospitalis cumlibe 28 
hospitalitas gistlibnys 14 


Idolum feondgyld 36 

imitari efenlecan 29; hyrian 36 
improbitas onhrop 81 

incassum holunga 15 

inerepatio ceast 20 

inopinate unmyndlinga 24 
insania woffung 84 

intentus cneord 20 

invenire 3 

iustificare godian 88 


. luvenis geongling 29 


Laborari winnan 17 

laus herenes 15 

linteolo ebrio clap-weoc 33 
lucerna Deecele 17, 37 


Maeror gnorn 36 

mappula meshraegl 31 

medicinale ferramentum l«ce-iren 39 
mediocriter gneap 14 

melotis pilece 39 

mensa mese 3l 

mitis libe 28 

mittere 3 

modestus 3 

modicus Awaede 80; medmicel 16 
molestus 3 

mortuus unlifigend 17 


Nimietas geornes 14; onhrop Bl 
nisi nemne 16 
nobilis ebelboren 19; apbelcund 85 


Obviare wiberian 40 
oceidere forslean 36 
oratorinm gebedhus 12 
ostentatio eteownys 13 
ostinm 3 

otium 3 


Pallium pell 39 

parcus gehealdsum 21 

parvulus cnafa 27 

parvus medmicel 16 

paulatim gefredmelum 21 

pauper hafenleas 30 

pestis wol 40 

pittacium clut 11 

plenus geredelic 38 

poenitentia hreowsung 22 

poenitere behreowsian 26 

possessio iddisc 30; hefen 29 
praesumere dyrstlecan 21; nepan 37 
prandium underngeweorc 40 

prelum 3 

pretium 4 

prophetia witedom 18; witegung 25 


propheticus witigend 34 
prophetissa witege 18; wilegestre 25 
prosilire stillan 17 

provincia boldgetel 38 

puer(ulus) cnapa 27 


Quaestio arung 20 
quartarium 28 
queri seofian 837 


RBepente semninga 16 
rupes clud 20 


Salutare halettan 14 
sentire gefredan 21 
sinus greada 21 
sollicitus carful 27 
sonus hleobor 15 
spirare ebian 18; orpian 31 
sporta wilige 33 
stipendium dileofa 88 
studium 3 

stultus stunt 32 

subito semninga 16 
subsidia bileofa 38 
subtiliter smeabancol 40 
succurere 3 

sumtus bileofa 38 


Terere cwisan 8, 28 
terrere ablycgan 8, 25 
terror broga 35 
tolerabilis acumendlic 26 
turris stiepel 32; torr 32 


Universus eallic 38 


Vendere bedbycegan 13 
vieus boldgetel 38 
violare nydniman 16 
vita 4 


Worfverzeichnis. 


Angelsächsisch-Lateinisch, 


Ablycgan terrere 25, 84, 41 
acumendlic 26, 84, 41 

adruwian 14 

&fterweard 35 

sefweard absens 35 

zht 30 

zrn 28 

espryng fons 35 

seteownys ostentatio 13, 18, 87 
»pel 35 

&pelboren nobilis 13, 85, 41, 44, 45, 46 
s&peleund nobilis 19, 85 

&peling 29 

aflyman 12 

ambeht 22 

andlyfen 38 

ange angustus 10, 26, 80. 
angsum angustus 26, 84, 41, 42, 45, 46 
anleofa 37 

arzesan 17 

asceonung 14 

awzegan 82 

aweallan 23 

axung quaestio 20, 22, 41, 42, 45 


Bearm 21 

bebycgan vendere13, 18, 87, 48, 44, 46 
ebedhus oratorium 12 

begytan 28 

behreowsian poenitere 26, 84, 4, 
42, 45 

belucan 12 

belyrtan 32 

beod 31 

beornan 23 

besargian dolere 27, 84, 41, 45 

besencan 14 

beswican 32 

bifian 48 

Scherer, Ags. Wortgeographie. 


bigeng 3 

bileofa stipendium, subsidium, sum- 
tus 838, 41 

binn 83, 43 

bisene caecus 18, 37 

blaese 17, 87 

blind 13 

blinnan 3 

bliss 24 

geblodgian 23 

blodseax 39 

boldgetz1 domus, provincia, vicus 
38, 41 . 

boung 13 

bregan 3, 26 

gebrengnis 37 

broga terror 3h 

brut 27 

butan 15, 16 

byden 8, 28 

bylde 21 

bysmrian 82 


Cx&ppa 39 
cger 97 
candel-wevc funalia 33 


(carcer 28, 85 


carful sollicitus 27, 34, 41, 42, 48, 46 
cawl 33, 43 

ceape 4 

ceast increpatio 20, 41, 42, 45 
ceol 33, 43 

gecide 20 

cigan 19, 29 

clap-weoc linteolo ebrio 83 
clif 20 

elud rupes 20, 41 

elut pittacium 11 

elysan claudere 12 


— 


cnapa puer(ulus) 27, 35, 41 
eneord intentus 20 

eniht 27 

gecnyssan 28 

Creacas 97 

cuman 26 

cumlipe hospitalis 28, 34, 41, 42, 45 
cumlipnys 14 

cwalu 40 

cweartern carcer 28, 85, 41, 42 
cwisan terere 28, 34, 41 
cyf dolium 28, 34, 41, 46 
eyrice 12 


Dadbote 22, 97 
dead 17, 40 
deofolgyld 36 
gedihtnian 3 
dise 31 
discipul 29 
dole 32 
gedreccan 3, 23 
drohtnung 39 
druncmzsnnen 11 
gedyrstigian 21 
dyrstlecan praesumere 21, 837, 4, 
46 
dysig 32 


Ead 830 

eallic catholicus, universus 88, 4 
ebolsong 34 

edwit 31 

efenlacan imitari29, 34, 36, 4l, 4, 45 
ere 35 

egsa 35 

eletredda 3 | 

ellhygd, in extasim 38, 41 

elnian 29 

embehtman 22 

geendebyrdan 3 

geendian 4 

eorl 1 

esne 29 

ede 25 

edele 19 

epian spirare 13, 18, 31, 37, 43, 44 
edor 26 


— 


Feringa 16 

feanes 30 

gefelan 21 

zefeon 19 

feondgyld idolum 36 
feorh 4 

fider 3 

fligan fugare 12 


fole 8 


foletruma 23 

forcwedan 22 

forslean occidere 86 

forberscan 36 

fostring 22 

fracod contumelia 13, 37, 41, 44 

framsid 35 

gefredan sentire 21, 4l 

gefredmzlum paulatim 21 

frendlic 26 

frignan 19, 20 

fromde word 84 

fullic 38 

fyrdtruma 23 

fyrhtian 26 

fyrhtnisso 85 

Gegaderian .80 

gemende 27 

geomrian 37 

geong 29 

geongling iuvenis 29, 34, 41,42 

geongra 22 

geornes nimietas 14, 18, 21, 31, 41, 
48, 4 

geornful 27 

geornfulnes 8 

gistlipnys hospitalitas 14, 18, 28, 37 

glednys 24 

gleng 29 


:glig 4 


glitinian 16 

gneab mediocriter 14, 18 
gnorn maeror 36, 37 
godian iustificare 38, 41 
godwebben 39 

greada sinus 21, 41 
gretan 14 

grimm 33 

gegrindan 28 


Habban 29 

h#fen possessio 29, 34, 41 

gehzlan 3, ]4 

hxte 23 

hafenleas pauper 30, 42 

halettan salutare 14, 87, 42, 43 

gehammen 12 | 

hatian aestuare 14, 18, 37, 44, 46 

gehealdsum parcus 21, 41, 45, 46 

hebban 24 

help 3, 88 

herenes favor, laus 15, 18, 87, 41, 44 

hirdecnapa 27 | 

hleopor sonus 15, 18, 87, 41—44 

holunga incassum 15, 37, 42 

hream 85 

hreowsung poenitentia 22, 26, 41, 
42, 46 

gehrino 29 

hropan 31 

huhugu fere 15, 22, 37, 43, 44 

hus 12, 29 

husincel 29 

hweede angustus, modicus 10, 16, 30, 
34, 41, 44, 45 

hwzstrian 86 

hwite 16 

hwon 80 

hyrdnes 21 

hyrian imitari 86 


Tädise possessio 80, 34, 41 | 
idel, on 15, 32 
geinbryrd 26 


L:ece-iren medicinale ferramentum 
38, 39, 41 | 

gelangian adhibere, arcessere 29, 34, 
41, 45, 46 

larcneht 22 

geleafful 38 

leohtfet 17, 87 

leorningeniht discipulus 22, 41 

gelice 29 | 

lifen alimentum 837 

liflad conversatio 39, 41 

lifoden 37 

libtan 16 


lihtre 26 

geliplic 24 

lide 28 | 

lixan fulgere 15, 37, 42—44 
loca 12 

lof 15 

loh 30, 84, 41, 45 

lufu..81 

lyffetan adulare 31, 34, 41 
lytel 16, 30 


Mxnnen ancila 11 

man 29 

medmicel aliguantulus, modicus, par- 
vus 16, 37, 43, 44, 

menigu 23 

meox-wilige 34 

meremz&nnen 11 

mese mensa 8l, 34, 41 

meshr&gl mappula 31 

meteleast 37 

mitta 28 

mond 33, 43 

munuc 27 

munuccnapa 27 

munuclif conversatio 39, 41 

murcnian 36 


Nealice fere 15, 22, 41, 48, 45 


nearu 26 


nemne nisi 16, 18, 37, 42—44 
neod 4 

nest 37 : 
genepan praesumere 21, 87 
niman 29 . 
nydniman violare 16, 18, 87, 46 
genyrwian 26 


Oferhigd 24 
oferswydan 17 
olecan 31 
onfindan 3 
ongin 3 
ongitan 3, 21 
onhrop improbitas, nimietas 14, 81, 
34, 4l 

onhyrian 29 | 
orbian spirare 13, 31, 84, 41, 45 
ober 3 | 

4* 


Pxcan deludere 82, 34, 41, 45, 46 
p&ll pallium 839, 41 
pilece melotis 39, 41 


R&fnian 19 

reafere 16 

reaflac 16 

gerecan 22 
geredelic plenus 88, 41 
gereord 40 
reowsian 87 

riclice 16 

rihtlecan 22, 41, 45 
rihtliflad 89 
rihtwisian 38 

rede 33 


Samodgang ascensus 38, 39, 41 

sarian 27, 86 

sawol 4 

gescanan 28 

sceat 22 

scending 31 

scildtruma 23 

scinan 16 

scir cura 27 

scir vicus 88 

sellan 13 

semninga repente, subito 16, 18, 37, 
41, 48, 44 

sendan 3 

seofian queri 36, 37 

sester 28 

gesettan 30 

geslean 23 

smealic 40 

smeapancol subtiliter 40, 41 

sorgian 27 

spanan 29 

sperta 33, 35, 43 

stzger 39 

stan 20 

stanclif 20 

stanclud 20 

gestapelian 30 

steap 32 

stiepel turris. 32, 35, 41 

stillan prosilire 17, 37 


52 


str&c 16 

stunt stultus 32, 34, 41, 45 
styntan 32, 34 
gestyran 23 
sum 16 

sweg 4, 15 
swelce 15 
swete 25 
geswican 3 
swincan 17, 26 
swingan 23 


Tapor 33, 35 

teart acer, asper 33, 34, 41, 45 
teartnumol 33 

tendan ardere 22, 41, 44, 45 
geteohhian 3 

teolung 3, 21 

teona 13 

teran 33 

tid 19 

getimbrung aedificium 29, 34, 41 
tintreg 36 

tobr&can 28 

torr 32, 85 

truma acies 23, 41, 44 

tucian cruentare 23, 41, 42, 44 
tynan 12 


Pxcele lucerna 14, 87, 88, 43, 44 
beslie conveniens 23, 41, 45 
pearf 4, 300 

pefian 14 

pegn 22 

peowa 11 

beowenapa 27 

beowene 11 

gehrx&stan 28 

prag 11, 27 

preaung 20 

preodian deliberare 17, 38, 41, 46 


Unarxfnedlic 26 

underngeweore prandium 88, 40, 41 
ungerisenlic 24 

ungeryde 33 

unheanlic 14 

unlifigend defunctus, mortuus 17, 38 


De. 


unmyndlinga inopinate 24, 41, 42, winnan laborari 17, 18, 88, 41, 48, 


46 44, 46 

unstilnys 34 wita 18 

unwenlic 24 witedom prophetia 18, 25, 38, 48 
unwis 32 witeg 34 

upahafenys erultatio 24, 41, 45 witege prophetissa 18, 25, 38 
upflor superiores partes domi 33, 834 witegestre prophetissa 18, 25 
uphefenis 24 witegung prophetia 18, 25, 41, 45 


witegungboc 25 
witigend propheticus 34, 41, 45 


Welan 23 widerbrocian 40 

wafung 38 widerdun 26 

wagian 28 wiperian obviare 40, 41 
welboren 19, 35 wipstandan 40 

welcuman 14 woffian blasphemare 34, 41, 45 
welle 35 wol pestis 40, 41 

wendan 3 wroht 36 


weoce 33, 85, 41 
weorod acies 23 
weorod dulcis 24, 41, 45 


wynsum 24, 25 
wyrtgeard hortus 40, 41 


wyrttun 40 
Mi 4 wyrde 24 
Ne 30 wyrbmynd 15 
wican 28 
wilige sporta 83, 35, 41, 43 Ymbhidig 27 


willa 21 ymbhigd 27 


Benutzte Literatur. 


Wörterbücher allgemeiner Art. 


- Bosworth-Toller, An Anglo-Saxon Dictionary, m 1898, und drei 
Supplementbände 

Grein, C.W.M., Sprachschatz der ags. Dichter, 2. Aufl hsg. von Holt- 
bausen-Köhler, Heidelberg 1912 

Hall, Clark, A concise Anglo-Saxon Dictionary, Y2d ed., Cambridge 1916 

Leo, Heinr., Angelsächsisches Glossar, Halle 1877 

Mätzner, Ed., Altengl. Sprachproben, 2. Bd.: Wörterbuch, Bin. 1878 

Murray, James, ed. A New English Dictionary, Oxford 1888 ff. 

Napier, Arth., Contributions to Old English Lexicography, Hertford 1906 

Skeat, Walt., A Coneise Dictionary of Middle English, Oxf. 1888 

Stratman-Bradley, A Middle-English Dictionary, Oxford 1891 

Sweet, Henr., The Student’s Dictionary of Anglo-Saxon, Oxford 1911 


Ags. Spezialwörterbücher. 


Assmann, Br., Ags. Homilien und Heiligenleben, Bibl. d. ags. Prosa 3, 
Kassel 1889 

The Blickling Homilies, ed. R. Morris, EETS 

Cook, Alb., A Glossary of the Old Northumbrian Gospels, Halle 1894 

Dodd, L. H., A Glossary of Wulfstan’s Homilies, New York 1908 

Geisel, Ida, Sprache und Wortschatz der ae. Guthlacübersetzung, diss. 
Basel 1915 

Grimm, C., Glossar zum Vespasian-Psalter und den Hymnen, Hoops’ 
Angl. Forsch. 18, Heidelberg 1906 

Hargrove, Henr.,, King Alfred’s Version of St. Augustine’s Soliloqnies, 
New York 1902 

Harris, M. A., A Glossary of the West-Sax. Gospels, Boston 1899 

Liebermann, Fel., Die Gesetze der Angels., 8 Bde., Halle 1906 

Lindelöf, U., Glossar zur altndh. Evangelienübersetzung in der Rush- 
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ders., Wörterbuch zur Interlinearglosse des Rituale Ecelesiae Dunel- 
mensis, Bonner Beitr. 9, Bonn 1901 

Napier, Anecdota Oxoniensa, Oxford 1900 

Plummer, Charles, Two of the Saxon Chronicles, 2 Bde..’ Oxford 1892 

Schröer, Arn., ed. Benediktinerregel, Bibl. d. ags. Pr. 2, Kassel 1888 

Schulte, E., Glossar zu Farman’s.Anteil an der Rushworth-Glosse (Ru ,), 
Bonn 1904 

Sedgefield, Walt., King Alfred’s Old-English Version of Boethius, Ox- 
ford 1899 


u, ‚BB, 


Sweet, Henr., The Oldest English Texts, EETS 
Wülcker, Indices zu Wright’s Vocabularies 


Me. Spezialwörterbücher. 


Ancren Riwle, ed. J. Morton, London 1853 

Chaucer, ed. Skeat, Oxford 1894 

‚ursor Mundi, ed. Morris, EETS 

The Digby Plays, ed. Furnivall, EETS 

Erceldoune, Thomas of, ed. A. Brandl, Berlin 1880 

Sir Gawayne, ed, Morris, EETS 

Genesis und Exodus, ed. Morris, EETS 

Gloucester, Rob. of, Metrical Chronicle, ed. W. Wright, Ldn. 1887 
Gower, John, Works, ed. Macaulay, Oxford 1901 

Grosseteste, Rob., Castel off Loue, ed. R. F. Weymoutlı, Ldn. 1864 
Havelock the Dane, ed. Skeat, EETS 

Hoccleve, Works, ed. Furnivall, EETS 

T.angland, William, Piers the Plowman, ed. Skeat, Oxford 1886 
Lazamon, Brut, ed. Madden, London 1847 

Manning, Rob., of Brunne, The Story of England, London 1887 
Merlin, ed. W. Mead, EETS 

Morte Arthure, ed. Edm. Brock, EETS 

Orrmulum, ed, R. Holt, Oxford 1878 

Owl and Nightingale, ed. J. W. H. Atkins, Cambridge 1922 

Ratis Raving, ed. J. Lumby, EETS 

Richard Rolle of Hampole, ed. G. Perry, EETS 

Palerne, William of, ed. W. Skeat, EETS 

The Pearl, ed. Osgood, London 1906 

The Townley Plays, ed. A. Pollard, EETS 

Wallenberg, Vocabulary of Dan Michel’s Ayenbite of Iuwit, Upsala 1923 
Wyelif, English Works, ed. Matthew, EETS 

The York Plays, ed. Toulmin Smith, EETS 


Allgemeines. 


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Beda, Historia Ecclesiastica, ed. Plummer, Oxf. 1896 

Brandl, Geschichte der ags. Literatur, Straßburg 1908 

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ten Brink, Geschichte der engl. Literatur, Bd. I, Berlin 1877 

Dictionary of Christian Antiquities, ed. William Smith and Sam. Cheetham, 
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Cosijn, Altws. Grammatik, Haag 1883 

(sörnemann, Zur Sprache des Textus Roflensis, diss. Berlin 1901 

Graff, althochdtsch. Sprachschatz, Berlin 1834 

Gregorii Magnae Papae Dialogi, ed. Moricca in den „Fonti per la Storia 
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Hecht, Einleitung zum vor., Bibl. d. ags. Pr. 5a 

Heidemann, Die Flexion des verbum substantivum im Ags., diss. 
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Afe. 
daraus: 
BasilAdm 
Coll 


Deut 

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Gen 

Gl 

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AldhGl 


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Bd 
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BIGl 
BIHm 


Abkürzungen. 


Angelsächsisch. 
Klfric 


Basilii Admonitio, ed. Norman 

Colloguium ad pueros linguae Latinae locutione exercendos, 
in Thorpe „Analecta Anglo-Saxonica 

Deuteronomium, Grein, Bibl. d. ags. Pr. I 

Exodus, s. Deut 

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in Afc. Gr oder WWV 

Zupitza, „Aelfric’s Grammatik und Glossar“ 

Hexameron of St. Basil, ed. Norman 

Homilien ed. Assmann, Bibl. d. ags. Pr. III 
® ed. Skeat (Metrical Lives of Saints), EETS 
; ed. Thorpe (Hom. catholicae) 

Interrogationes Sigewulfi, in Bouterwek’s Screadunga 

Buch Hiob, Bibl. d. ags. Pr. I 

Josua, s. Deut 

Buch der Richter, s. Deut 


 Leviticus, s. Deut 


Pastoral Epistle, in LITh 

de temporibus, in Lchd 

de vetere et novo testamento, Bibl. Pr. I 
Vocabular, in WWV 

Alfred 


Boethius, ed. Sedgefield 

Orosius, ed. Sweet, EETS 

Cura Pastoralis, ed. Sweet, EETS 

Soliloquien, ed. Hargrove, Yale Studies 

Glossen zu Aldhelms „De laudibus virginitatis* in Napier’s 
„Anecdota Oxoniensa“ 

Andreas, in (Grein, Bibl. d. ags. Poesie 

Apollonius von Tyrus, ed. Thorpe 

Azarias, in Grein 


Beda, Bibl. Pr. IV 

Beowulf, in Grein 

Blickling Glossen, in BIHm 

Blickling Homilien, ed. Morris, EETS 


Dan 


de cons. mon. 


Dom 
DomL 


Ecelnst 


EpAl 


HerbApul 
HerbDiose 
HmA 

Hö 

HptGl 


HR 
HyS 


a BR: 


Byrhtnop, in Grein 
Byrhtferth’s Handboc, Anglia VIII 


Cartularium Anglo-Saxonicum, ed. Birch 

Land Charters and Saxonic Documents, ed. John Earle 
Diplomatarium Anglicum Aevi Saxonici, ed. Thorpe 
Ags. Annalen, ed. Plummer 

Codex Diplomaticus Aevi Saxonici, ed. Kemble 
Corpus Glossen, in Txts. 

Cynewulf, in Grein 

Fata Apostulorum 

Christ 

Elene 

Juliana 


Daniel, in Grein 

Z#pelwold’s „De consuetudine monachorum“, Anglia XIII 
Be domes dzsge, in Grein 

Be domes d&ge, EETS 65 


Ecclesiastical Institutes, in LITh 
Confessionale Ecgberti, in LITh 
Poenitentiale »  „ÄIbd. 

Eadgar, in Grein 

Canons enacted under King Edgar, in LITh 
Eadmund, in Grein 

Eadward, ın Grein 

Epinaler Glossen, in Txts. 

Epistola Alexandri, in Nar 

ZAupelwold’s „Establishment of Monasteries“, in Lchd 
westsächs. Evangelien, ed. Skeat 

Matthäus usw. 

Exodus, in Grein 


Genesis, in Grein 

Glosses to Prudentius, in Mones Anzeiger 1839 
Exeterlehrspruch, in Grein 

Guthlae, in Grein 

Prosalegende von Guthlac, ed. Gonser 


Herbarium Apulei, in Lchd 
en Dioscoridis, ibd. 

Assmann, Ags. Homilien und Heiligenleben 

Christi Höllenfahrt, in Grein 

Ags. Glossen in dem Brüsseler Codex von Aldhelms „De 
Virginitate“, Zfda. IX 

Legend of the Holy Rood, EETS 103 

Ags. Hymnen, ed. Surtees Society 


Jud Judith, in Grein 
KentGl Kentische Glossen, Zfda. IX 


Lchd Leechdoms, Worteunning and Starcraft of early England, 


ed. Cockayne 
Leas Be manna lease, in Grein 
Li Lindesfarne-Evangelien 
Liebm. Liebermann, Ags. Gesetze 
Abt Zpelbirbt 
AfEI Einleitung zu Afd.’s Gesetzen 
Atr ZEpelred 
Cn Cnut 
Eg Edgar 
Ger Gerefa 


JudDei Judicium Dei VIII 
Northu Nordhumbrisches Priestergesetz 


Wi Wihtrx&d 
LITh Thorpe, Ancient Laws and Institutes 
Mart Martyrologium, ed. Herzfeld 
MeddQuadr Medicina de Quadrupedibus, in Lchd 
Metr Metra des Boethius, ed. Sedgefield 
Nar Narritiunculae Anglice Conscriptae, ed. Cuckayne 
Nic Evangelium St. Nicodemi, in Thwaites’ Heptateuchus 
Pa Panter, in Grein 
Ph Phönix, in Grein 
PrudGl Die Bouloneser Glossen zu Prudentius 
Ps Pariser Psalter, in Grein 
PsL Lambeth-Psalter, ed. Lindelöf 
PsSpl Spelman Psalter 
Rä Rätsel, in Grein 
RBen Benediktinerregel, ed. Schröer 
RBenl Interlinearversion von RBen, EETS 
Reim Reimgedicht, in Grein 
Ri Rituale von Durham, ed. Lindelöf 
Ru Evangelien Rushworth 
Run Runenlied, in Grein 
Sal Salomon und Saturn, in Grein 
Sat Christ und Satan, in Grein 
Sch Wunder der Schöpfung, in Grein 
Seint Defensoris Liber Seintillarum, EETS 
Seef Seefahrer, in Grein 


Seel Reden der Seele an den Leichnam, in Grein 


Shrn 
St. And 


Txts, 


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L 
The Shrine, a collection of occasional papers, ed. Cockayne 
Legende von St. Andreas, Cambr. Ant. Soc. 


The Oldest English Texts, ed. Sweet, EETS 


Vespasianischer Psalter 
Vindicta Salvatoris, in HmA 


Wanderer, in Grein 
Werferth Original, Hs. C 
m Bearbeitung, Hs. H 
Widsith, in Grein 
Wulfstan, ed. Napier 
Wright’s Two Volumes of Vocabularies, ed, Wülcker 
Glossen der Hs. Cleopatra A. III 
„ Harley 8376 


”» ” 


Mittelenglisch. 


Alliterierende Alexander, ed. Stevenson 
King Alisaunder, in Webers Metr. Romanc. 
Ancren Riwle, ed. Morton 

Ayenbite of Inwit, EETS 


Sir Beves of Hamtune, ed. Turnbull 
Chaucer 


Floriz and Blauncheflur, EETS 
Sir Ferumbras, EETS 
Fragment von Afc. Gr, 12. Jh., ed. Phillips 


Genesis und Exodus, EETS 
Gower, ed. Macauly 


Havelock the Dane, EETS 
Hali Meidenhad, EETS 


Old English Homilies, EETS 
Legende der hl. Katharina von Alexandria, ed. Morton 


Lazamon’s Brut, ed. Madden 

Langland’s Piers the Plowman, ed, Skeat 
Lukasevangelium, Hatton-Ms., ed. Skeat 

Specimens of Lyric Poetry, ed. Wright, Percy Society 


Arthurs Tod, EETS 

The voiage and travaile of Sir John Maundeville, ed, 
Halliwell 

Myrc, „Instruction for Parish Priests“, EETS 

An Old English Miscellany, EETS 

Marcusevangelium, s. Lk 


OaN 
Orm 


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PolSongs 


RGl 
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StMarh 


Trev 


er 


Owl and Nightingale, ed. Atkins 
Orrmulum, ed. Holt 


The Romans of Partenay, EETS 
Political Songs, Camd. Soc. VI 


Robert von Gloucester, ed. Wright 
Richard Coeur de Lion, Webers Metr. Rom. 


Religions Poems of William of Shoreham, ed. Wright 
Seinte Marherete, EETS 


Polychronicon Ranulphi Higden, together with the Engl. 
Translation of John Trevisa, ed. Babington and Lumby, 
Rolls Ser. 


The Romance of Will. of Palerne, EETS 
Wyclif, The Holy Bible, ed. Forshall-Madden 
Exodus 

Buch der Richter 

Josua 

Könige 


Lebenslauf. 


Geboren wurde ich, Günther August Scherer, am 21. Aug. 
1901 zu Berlin als Sohn des Ober-Telegraphensekretärs Fer- 
dinand Scherer. Ich bin evangelischen Bekenntnisses. Ich be- 
suchte von Oktober 1907 ab das Jahn-Realgymnasium zu 
Berlin-Lichtenberg, das ich Oktober 1919 mit dem Zeugnis der 
Reife verließ. Januar 1920 begann ich das Studium der 
neueren Sprachen an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu 
Berlin. 

Vorlesungen hörte ich bei folgenden Dozenten: Brandl, 
Bröker, Dessoir, Dibelius, Drach, Freund, Gamillschag, 
Gautier, Max Herrmann, .Herxheimer, Hirn, A. Hübner, 
Maas, Mallwitz, Marcks, Meinecke, Pender, Petersen, Riehl, 
Roethe, F. J. Schmidt, Wilh. Schulze, Tangl, Troeltsch und 
Wechssler. — An Übungen ließen mich teilnehmen die Herren 
Brandl, Bröker, Freund, Hübner, Maas, Petersen, Roethe und 
Wilh. Schulze. Herrn Prof. Brandl bin ich zu großem Dank 
verpflichtet für die Anregung zu dieser Arbeit und die uner- 
müdliche Unterstützung bei ihrer Anfertigung. 

Die mündliche Prüfung bestand ich am. 16. Februar 1928. 


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